Manfred Kuras

Steinbrück und Geld vom 5.1.2013

Zitat:In der öffentlich-rechtlichen Elefantenrunde von ARD und ZDF dürften am Wahlabend folgende Zitate eine tragende Rolle spielen: „Nahezu jeder Sparkassendirektor in Nordrhein-Westfalen verdient mehr als die Kanzlerin.“ Und: „Angela Merkel ist beliebt, weil sie einen Frauenbonus hat.“

Leserbrief zum Kommentar zur vorstehenden Äußerung:

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf den ersten beiden Seiten der Ausgabe vom 2. Januar wird die Bemerkung des Kanzlerkandidaten der SPD Steinbrück kritisch betrachtet. Seine Auffassung, daß der Kanzler/die Kanzlerin im Verhältnis zu der Verantwortung und Macht gegenüber Sparkassendirektoren zu wenig verdient, ist in der Sache jedoch völlig richtig. Nun wird ein Normalverdiener mit 30.000 € jährlich sagen, daß 300.000 € für den wichtigsten Posten im Land wohl genug sei und da hat er ja wohl aus seiner Sicht auch recht. Dass Steinbrück nun für seine spontane Äußerung von seinen politischen Konkurrenten unter Beschuss gerät, ist normale politischen Umgangskultur in unserem Lande, die von Heuchelei nur so strotzt. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Nicht die Kanzlerin kriegt zu wenig, sondern die Hochverdiener in den Vorstandsetagen von Banken, Unternehmen und öffentlich rechtlichen Anstalten erhalten zuviel; vor allem, wenn sie kaum unternehmerische Entscheidungen zu treffen haben und ihr vieles Geld erfolgsunabhängig  bekommen (nicht: verdienen). Diesem Mißstand kann man staatlicherseits am besten mit einer wesentlich höheren Progression bei der Einkommensteuer begegnen, damit zum Bürger von den übertriebenen Gehältern wenigsten etwas zurückfließt.

Hamburger Hafenschlick vom 8.11.2012

Sehr geehrte Frau Heidtmann,

Ihren Bericht in der CN vom 6.11. habe ich mit Interesse gelesen. Vor allem auch Ihr Kommentar zu den Plänen Hamburgs, ihren Hafenschlick möglichst kostengünstig zu entsorgen, findet meine volle Zustimmung; die Wortwahl war nicht überzogen.

Auch Ihren Bericht vom 7.11. war interessant. Daß sich McAllister publikumswirksam einschaltet, ist angesichts der bevorstehenden Wahlen verständlich aber wenig glaubwürdig. Ich erinnere an den Umfall in Sachen Elbvertiefung Anfang April, der so überraschend und ohne eingehende Begründung geschah, daß man aus meiner Sicht von einem Verrat an den Interessen des Landes sprechen muß. Wozu dann noch Wilhelmshaven, wo so viel Steuergelder hineinfließen?

Hamburg hat aus Eigensüchtigkeit schon immer ihre Nachbarn am langen Arm verhungern lassen. Ich erinnere noch, daß in den 80er Jahren die Planfestellung für die Anbindung der A 26 an die A 1 auf Hamburger Gebiet angemahnt worden ist. Aber sie ist immer noch nicht abgeschlossen. Ggf. kann dann der Weiterbau der A 26 nach der Ablagerungszeit der Sandaufschüttungen zwischen Horneburg und der A 1 gar nicht vollendet werden. Immer nach dem Motto: Alles für Hamburg, nichts für die Nachbarn!

Überflüssiger Föderalismus vom 24.10.2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

jeweils ein Artikel am 22. und 23. Oktober mit Kommentar beschäftigt sich mit der Beteiligung der damaligen Landesregierung an dem sog. Nord-Süd-Dialog. Hier hatte der Finanzminister im Januar auf eine Anfrage der Opposition eine Beteiligung verneint, sich jedoch bereits einen Tag später korrigiert und eine kaum zu Buche schlagende Mithilfe bei dieser Veranstaltung eingeräumt.

Weiterlesen

Sparvorschläge an die Stadt Cuxhaven v. 31.8.2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

die von Werner Kerath gemachten Sparvorschläge finde ich prüfenswert. Man sieht doch hier einmal, was sich die früheren Ratsherren an Ideen verkneifen mußten, um weiterhin gewählt zu werden. Aber früher hieß es da: „Wir habn`s ja!“

Ja, die vergangenen Jahrzehnte des Füllhorns über alle und für alles sind vorbei, als z.B. „verdiente“ Beamte der Stadt gegen die Einwände der Bezirksregierung befördert werden sollten und statt Oberamtsräte dann gleich an der Zustimmung der Bezirksregierung vorbei zwei weitere Stufen hochkletterten als „Stadtoberräte“.

Vorschlag 1.: Die Verfahrensweise, daß man nur dann öffentlich Bedienstete entlassen kann, wenn sie silberne Löffel klauen, muß revidiert werden. Hier sollten die gleichen Bedingungen wie in der freien Wirtschaft herrschen und nicht leistungswillige und leistungsschwache Arbeitnehmer auch entlassen oder herunterzustufen. Das sollte den Zwang zur Privatisierung der öffentlichen Aufgaben stoppen und Geld einsparen.

Vorschlag 2.: Eine Einnahmeverbesserung ist vor allen Dingen wichtig. Hier denke ich an das an bester Lage liegende Grundstück Cuxhavens, dem Kugelbakegelände. Hier wurde vor etlichen Jahre die Reste des nach dem Krieg zerstörten Fort Kugelbake mit einem Aufwand von 6,5 Mio. DM !! begehbar gemacht und für Besichtigungen und sporadische Veranstaltungen hergerichtet. M.E. eine völlige Fehlinvestition. Letztlich liegt das Gelände brach und ist kein positiver Blickfang. Außerdem werden sich die laufenden Kosten für Abdichtungs- und Sicherungsmaßnahmen vermehren.

 Ich schlage daher die Planungsvoraussetzungen für eine Bebauung des Geländes und der Umgebung zu schaffen, um ein repräsentatives Bauwerk mit Hotel und Wohnungen ähnlich dem Stil des Hotels SailCity in Bremerhaven.

Hiervon könnte die Stadt mehrfach profitieren:

a)    Befreiung von den laufenden Kosten

b)   vom Kaufpreis an den Investor,

c)    von Gewerbe- und Grundsteuer und

d)   von der deutlichen Aufwertung der Umgebung und Cuxhavens.

 – Keine Antwort-

Pussy Riot-Propaganda v. 19.8.2012

Sehr geehrter Her Davor Cvrlje, (Redakteur beim Reutlinger Generalanzeiger)

Ihr Kommentar zum Urteil gegen die Band Pussy Riot vom 18.d.M. will ich im einzelnen nicht beurteilen.

Sie unterstellen einfach, daß das Urteil von Putin beeinflusst wurde. Beweisen Sie es!

Was aber völlig falsch ist, daß Sie behaupten, daß der Kreml vor der Meinung des Volkes Angst haben muß.

Das Volk ist bestimmt auf Seiten Putins, das haben die Wahlen gezeigt.

Wie bereits dem kritischen Leser sattsam bekannt, sitzen die armen Mädchen wahrscheinlich deswegen ein, weil westliche Journalisten und andere Stellen, diese Provokation in der Kirche initiiert haben mit großem Reporteraufgebot, um gegen Rußland loszuwettern. Es ist ja auch bekannt, daß westliche Stellen viel Geld in sog. Oppositionelle stecken, um „Demonstrationen“ zu finanzieren, bei denen 20 Demonstranten und 200 westliche Journalisten anwesend sind.

Die Stimmungsmache gegen Rußland sollten wir Deutschen nicht mitmachen. Vielleicht sollten Sie sich mal fragen wem das nutzt!? ZB. Im Zusammenhang mit der Raketenabwehr der USA in Ostpreußen angeblich gegen den Iran. M.E. wollen die USA die Bodenschätze in Rußland kontrollieren und da ist ihnen jedes Bedrohungspotential recht.

Vielleicht bemühen Sie sich mal um etwas mehr Objetivität.

 

U-Boote für Israel vom vom 24.2.12

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf der Titelseite der Ausgabe vom 21.Februar war das neue U-Boot aus der Howaldtswerft für Israel abgebildet, welches demnächst an diese ausgeliefert wird. Das Boot soll dem Vernehmen nach ca 400 Mio. € kosten, wovon der deutsche Steuerzahler 1/3 trägt. Auf die gleiche Weise sind schon drei U-Boote geliefert, zwei weitere sind im Bau und ein Vertrag über noch eins ist eingetütet.Wie der Rest finanziert wird, ist wohl ein Geheimnis. Es handelt sich um eine Reihe von uns gelieferten U-Booten an Israel, die diese bekanntlich mit Atomraketen ausrüsten und ihre Nachbarn damit bedrohen.

Weiterlesen

Linke Abgeordnete im Kosovo vom 14.6.2012

Sehr geehrte Frau Zimmermann,

 Sie sind Landtagsabgeordnete der Linken und waren nach einem Artikel in den Cuxhavener Nachrichten vom 11. Juni 2012 im Kosovo und haben sich dort die Situation der. Sinti und Roma angeschaut. Darüber wurde in Ihrem Sinne positiv berichtet.

Ähnliche Berichterstattung gab es im Nov. 2011 über hier zugezogene Sinti oder Roma.

Ich habe mich seinerzeit schlau gemacht und die Lebensweise der hier seit Jahrhunderten lebenden deutschen S.u.R. erkundet und dieses Ergebnis in meinem Leserbrief vom 16.11.2011 dargelegt. Hierbei beziehe ich mich auch auf den beigefügten Bericht der Süddeutschen Zeitung.

Weiterlesen

Pressefreiheit a.la Winters vom 26.4.2012

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: Blattmacher [mailto:cnv-bm@cuxonline.de]
Gesendet: Donnerstag, 26. April 2012 20:12
An: ManfredKuras@web.de
Betreff: Leserbrief  (Ringelnatz und Pfarrer Braun)

Guten Tag Herr Kuras,

vielen Dank für Ihre Lesermeinung. Ich kann Ihre Argumentation allerdings nicht nachvollziehen und bitte daher um Verständnis, dass die CN vom Abdruck Ihres Briefes absehen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Christian Winters

CN-Redaktionsleiter

Antwort:

Sehr geehrter Herr Winters,

es ist schade, daß Sie den Inhalt meines Leserbriefes nicht nachvollziehen können. Das muß aber bei den Lesern der CN durchaus nicht der Fall sein.

M.E. ist dies wieder ein typischer Fall, wie Meinung gemacht wird. Denn auch die Unterdrückung einer anderen Sicht der Dinge ist Meinungsmache. Wer von den Lesern macht sich schon die Mühe wie ich, Arikel auf ihren eventuell brisanten Inhalt zu prüfen. Die Leser sind daher durchaus dankbar, wenn sie nicht immer politisch korrekten und gesiebten Inhalt vorgesetzt bekommen, wie dies leider in den Massenmedien der Fall ist.

Vielleicht sollten Sie mit Ihren Kollegen auch darüber nachdenken, die Pressefreiheit i.S. des Gesetzes zu gebrauchen, nämlich Zitat Wiki : freie Ausübung ihrer Tätigkeit, vor allem das unzensierte Veröffentlichen von Informationen und Meinungen. Die Pressefreiheit soll die freie Meinungsbildung gewährleisten.

Wie soll sich der normale Bürger eine eigene Meinung bilden, wenn er nur den „politisch korrekten“ Einheitsbrei vorgesetzt bekommt?

Oder soll er es auch gar nicht?

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Kuras

Antwort:

Von: Blattmacher [mailto:cnv-bm@cuxonline.de]
Gesendet: Mittwoch, 2. Mai 2012 16:52
An: Manfred Kuras
Betreff: AW: Leserbrief

Moin Herr Kuras,

wenn Sie sich schon auf die Gesetzeslage berufen, sollten Sie das in vollem Umfang tun: Presserechtlich verantwortlich für die veröffentlichten Leserbriefe ist der Redaktionsleiter, auch wenn er die im Leserbrief geäußerte Meinung nicht teilt. Deswegen obliegt es ihm, einen Leserbrief abzudrucken oder nicht, wenn er bereit ist, die Verantwortung zu übernehmen. Und diese Entscheidung müssen Sie schon mir überlassen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Christian Winters

Antwort:

Sehr geehrter Herr Winters,

ich meinte natürlich Gesetz i.S. des Grundgesetzes und nicht des Pressegesetzes. Selbstverständlich sind Sie Herr des Geschehens und ich habe keinen Anspruch auf Veröffentlichung.  Im übrigen habe ich vor allem daran appeliert, daß Sie nicht nur Leserbriefe veröffentlichen, die im wesentlichen auch Ihrer Meinung entsprechen. Schließlich beinhalten meine Leserbriefe keine strafbaren Inhalte. Ich bin mir bewußt, daß ich auf Ihre Gnade angewiesen bin. Dies war nun der zweite Brief hintereinander, den Sie nicht freigegeben haben.

Mit freundlichen Grüßen

M. Kuras

Ein Platz an der Sonne vom 31.3.2012

info@ard-fernsehlotterie.de

Sehr geehrter Herr Kipper,

sie schreiben mich wegen der Teilnahme an der Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“ an.

Anscheinend wird jedoch vor allem ein solcher für sich selber oder einer Ihrer Repräsentanten bereitgestellt:

Exemplarisch hierfür ist die Honorierung von Frau Monika Lierhaus in Höhe von 450.000 € jährlich für eine Nullleistung, denn sie kann sich ja nicht einmal normal artikulieren. Das ist mehr als der Bundeskanzler bekommt! Kein Vorwurf gegen Frau Lierhaus, wer würde ein solches Geschenk nicht annehmen?!

Das alles als öffentlich-rechtlicher Sender, wo sich die dort Beschäftigten – vor allem die Intendanten – auch die Taschen voll stopfen!. Trotzdem wird über Unterfinanzierung gejammert; man möchte noch mehr Gebühren. So nicht!

Man sollte der Fernsehlotterie die Gemeinnützigkeit entziehen, ob solcher Eskapaden!

Ringelnatz und Pfarrer Braun vom 26.4.2012

Gesendet: Donnerstag, 26. April 2012 10:22

An: Zeitung Niederelbe; Zeitung Cux Redaktion
Betreff: Ottfried Fischer versus Nora Grominger

 Sehr geehrte Damen und Herren,

 zwei interessante Beiträge in der Ausgabe vom Montag, den 23. April 2012 stehen in Zusammenhang, auch wenn dies auf den ersten Blick nicht zu erkennen ist: Einmal das Interview mit dem gewichtigen Ottfried Fischer alias „Pfarrer Braun“ und andererseits das Gedicht der diesjährigen Ringelnatz-Preisträgerin Nora Gomringer auf Seite 17.

Auf Fragen in Bezug auf die Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche erwähnte Fischer, daß auch dieses Thema durchaus darstellbar wäre. So habe man, Zitat: „z.B. bei „Den Gärten des Rabbiners“ einen sehr guten Film über Christen- und Judentum gemacht, der frei von schlechtem Gewissen agierte und bei dem wir nicht immer nur mit der Betroffenheits- und Moralkeule eingeschüchtert worden waren.“

So also sieht es im allgemeinen mit der Freiheit nach Art. 5 des Grundgesetzes in Deutschland aus!

Weiterlesen