Das Ende der Zigeunersoße II

Auf die TV-Sendung, ob man den Begriff „Zigeunersoße“ noch verwenden darf, reagierte Gottschalk im Sinne der Massenmedien entschuldigend mit einem Wortgeschwurbel  (siehe oben). Er möchte schließlich im GeschĂ€ft bleiben. Das kann ich verstehen. Denn wer da nicht auf der politisch korrekten Linie bleibt, der kann medial die Koffer packen.

Zu diesem Thema passt der Bericht ĂŒber die vernachlĂ€ssigte Sinti-Siedlung in Hamburg-Wilhelmsburg vom 16.2.21.

Die dpa zeichnet hier ein Bild, als wenn die Stadt Hamburg schuld daran ist, dass die dort kompakt lebenden Sinti ungerecht und benachteiligt gegenĂŒber der anderen Bevölkerung behandelt worden wĂ€ren und dass nunmehr viel Geld in die Hand genommen werden mĂŒsste, um dieses Unrecht wiedergutzumachen.

Obwohl ĂŒber Sinti und Roma in Deutschland nur sehr sensibel berichtet wird, zeichnet ein Bericht der „Welt“ vom 16.2.21 ein anderes Bild von den dortigen ZustĂ€nden. Hier einige AuszĂŒge:

„Die HĂ€user und GĂ€rten haben sich ĂŒber die Jahre und Jahrzehnte mit den öffentlichen FlĂ€chen verwoben. Manche der Anwohner erweiterten ihre GĂ€rten auf Kosten der öffentlichen GrĂŒnflĂ€chen, aus SpielplĂ€tzen wurden ParkplĂ€tze, aus Garagen Wohnzimmer. Hier leben 150 Bewohnerinnen und Bewohner, fast alle tragen den Familiennamen Weiss. Die Mieter sehen es so: Die Stadt hatte die Siedlung, ihre Siedlung,, ihnen die versprochene GewerbeflĂ€che nicht gebaut. So haben sie sich ihre eigene kleine Welt geschaffen. Auch die Stadt haderte mit der „BurgmentalitĂ€t“, wie sie es in den Behörden nennen. Eine eigene Welt, gefĂŒhrt von Patriarchen, abgeschirmt nach außen. Im MĂ€rz 2019 setzte die Sozialbehörde eine Lenkungsgruppe ein und schickte Vertreter auf eine schwierige Mission: Sie sollten wieder einen GesprĂ€chsfaden zur Sinti-Gemeinde herstellen und die Probleme der vergangenen Jahrzehnte beheben, eins nach dem anderen. 1982 errichtete die Stadt die Wohnsiedlung, davor wohnten die Sinti im SĂŒden verstreut auf öffentlichen FlĂ€chen, in Wohnwagen oder den Behelfsheimen aus der Nachkriegszeit. Der Georgswerder Ring war fĂŒr die Hamburger Sinti ein geschĂŒtzter Ort, an dem es möglich war, ihre Kultur zu leben. Auf einer FlĂ€che am Kleingartenweg etwas abseits des Wohngebiets tĂŒrmt sich heute MĂŒll auf, ĂŒberall im Ring standen bis vor Kurzem abgemeldete Fahrzeuge. Der zustĂ€ndige Sozialarbeiter schmiss Mitte der 1980er-Jahre hin, seitdem ist die Stelle nicht besetzt. Oder die Sache mit den MietvertrĂ€gen. Die Bewohner hatten in den vergangenen Jahrzehnten unter sich geklĂ€rt, wer welche Wohnung nach einem Auszug oder Todesfall ĂŒbernimmt. GĂŒltige MietvertrĂ€ge gab es kaum noch. „Viele Sinti hatten Sorge, dass die neuen MietvertrĂ€ge der Auftakt wĂ€ren, sie aus dem Ring zu vertreiben“, sagt Fouad Hamdan. „FĂŒr unsere Gemeinschaft war zentral, dass aus den neuen MietvertrĂ€gen klar hervorgeht, dass die Menschen im Georgswerder Ring wohnen bleiben dĂŒrfen und nicht irgendwann fremde Mieter hier einziehen“, sagt MatthĂ€us Weiss. Es gehe um „den respektvollen Umgang mit der kulturellen Eigenart dieser Minderheit. Im September 2020 unterschrieben die beiden Sinti-Patriarchen das Papier. MatthĂ€us Weiss sagt: „Kein Dreck, kein MĂŒll mehr“, das sei unstrittig, jeder im Ring mĂŒsse sich daran halten. Noch gibt es ungelöste Aufgaben, allen voran Bildungsfragen. Viele Sinti schicken ihre Kinder nicht in Kitas, auch mit der Schulpflicht hapert es bei manchen.“

Aus den Ausschnitten des o.a. Berichtes mag sich jeder ein Bild von der RealitĂ€t dort machen: Nicht die Stadt hat die Siedlung vernachlĂ€ssigt sondern die Bewohner. Aber anstatt diese Leute wie NormalbĂŒrger zu behandeln, wird ihnen ein Sonderstatus fĂŒr ihre „Kultur“ eingerĂ€umt, um dem Schuldkult Rechnung zu tragen. Die SĂŒddeutsche Zeitung schrieb bereits 2019 unter der Überschrift „Unbeliebteste Minderheit in Europa“ ĂŒber die Sinti und Roma. Statt die Wahrheit und Wirklichkeit zu schildern, wird seitens der dpa dem Leser ein völlig falsches Bild vermittelt. Da muss man sich ĂŒber dem Vorwurf „LĂŒgenpresse“ nicht wundern.

Wenn sich die Verhaltensweise und Lebensstil der Mehrheit der Sinti und Roma nicht Àndert, wird in ein paar Jahren die Bezeichnung Sinti oder Roma genau so belastet sein, wie der jetzt kritisierte Ausdruck Z.

Manfred Kuras

Corona, Demo und Clan-KriminalitÀt vom 24.11.2020

In der letzten Zeit ist wieder mal viel zusammengekommen, was mich zu kritischen Betrachtungen bringt. Hier drei Themen:

  1. Die Corona-Pandemie ist m.E. erst vorbei, wenn ein wirksamer Impfstoff gefunden und die Bevölkerung weitgehend damit versorgt ist.

Die unter schweren Geburtswehen neuerdings von Bund und LĂ€ndern getroffenen Maßnahmen sind m.E. in manchen Auflagen zu lasch und in anderer Hinsicht zu rigide. Die einschrĂ€nkenden Bestimmungen mĂŒssen sich auf die wirklichen Ansteckungsorte beschrĂ€nken und weniger auf AktivitĂ€ten, die unter freiem Himmel stattfinden. WĂ€hrend man mit der Brechstange unbedingt den normalen Schulbetrieb aufrechterhalten will, dĂŒrfen keine Zuschauer in die Fußballstadien. Die Ansteckungsgefahr in der Schule und in den Bussen ist ungleich höher.

Interessant ist auch die Meldung, dass in Cuxhaven-SĂŒderwisch –einer reinen Wohngegend- offenbar als Brennpunkt der Corona-Ausbreitung angesehen wird und der Landkreis hier das Szenario „B“ anwenden will – Maskenpflicht und wechselseitiger, eingeschrĂ€nkter Schulbetrieb-. Dieser Stadtteil ist fĂŒr seinen hohen Anteil von Migranten bekannt.

Auch andere Medien melden manchmal vom Einschreiten der Polizei bei Hochzeit- oder Trauerfeiern, weil die Corona-BeschrĂ€nkungen nicht eingehalten werden. NatĂŒrlich sagt man nicht, um welche Bevölkerungsgruppe es sich handelt… man will ja kein Öl ins Feuer schĂŒtten. So sind ja auch die ganzseitigen Bildanzeigen der Zeitungen zu verstehen, die von einem verantwortungsvollen Journalismus sprechen. Ich dachte immer, die Aufgabe der Zeitung besteht darin, die Tatsachen objektiv und vollstĂ€ndig zu berichten und es dem Leser zu ĂŒberlassen, daraus seine SchlĂŒsse zu ziehen. Aber zu sieben, was man dem Leser erzĂ€hlt oder lieber nicht, mit Halbwahrheiten bis hin zu Verdrehungen und Unwahrheiten, damit man beim Leser die gewĂŒnschte Meinung erzeugt; das verstehen viele Redakteure unter „verantwortungsvoll“. Leider mit Erfolg, denn wer hat schon die Zeit und Lust sich aus anderen Quellen zu informieren, wenn man bequem eine vorgesetzte Meinung erhĂ€lt?

  1. Auch bei den Großdemonstrationen gegen die Maßnahmen der Regierung in Berlin und anderen GroßstĂ€dten werden Wasserwerfer im November gegen BĂŒrger eingesetzt, nur weil einige die Abstands- und Maskenauflagen nicht einhalten, aber ansonsten friedlich demonstrieren. Eine Abstandspflicht ist bei einem Massenauflauf ja wohl kaum einzuhalten. Die Polizei, die sonst meine volle UnterstĂŒtzung hat, ist hier zu weit gegangen. Der allgemeine Tenor in den Massenmedien stĂ€rkt hier diesen Maßnahmen den RĂŒcken, berichtet aber ĂŒber gewalttĂ€tigen Ausschreitungen Linker mit SachbeschĂ€digungen und Brandstiftungen z.B. in Leipzig so gut wie gar nicht und wenn, dann sind das „Aktivisten“, die „Deutschland verrecke“ und „Bomber-Harris, do it again“ skandieren Von irgendwelchen Festnahmen und Verurteilungen hört man nichts.

  1. Dagegen kann man nun endlich einen Fahndungserfolg in Sachen Juwelenraub aus dem GrĂŒnen Gewölbe in Dresden melden, wo mit ĂŒber 100 Polizisten zwei Festnahmen in Berlin erfolgten. Beide aus dem Remmo-Clan einer davon zu langjĂ€hriger Freiheitsstrafe wegen des GoldmĂŒnzenraubes aus dem Bodemuseum. Der saß aber nicht im GefĂ€ngnis wĂ€hrend des Dresdner Einbruchs sondern mutmaßlich dabei. Ein guter Beitrag bei Spiegel-TV vom 23.11.20 zeigte exemplarisch die völlige Hilflosigkeit und Kapitulation der deutschen Justiz bei der BekĂ€mpfung auslĂ€ndischer Clan-KriminalitĂ€t. Ich konnte den Beitrag nur schwer ertragen. Justiz und Polizei mĂŒssen sich schließlich an die geltenden Gesetze halten und die mĂŒssen vom Gesetzgeber drastisch geĂ€ndert werden mit dem Ziel, auslĂ€ndische Verbrecher oder solche mit Migrationshintergrund wirksam aus Deutschland zu verbannen; ggf. auch unter Entziehung der deutschen StaatsbĂŒrgerschaft. Denn diese haben sie doch nur, um beim Ertappen von Straftaten nicht ausgewiesen zu werden.

Viele Straftaten werden aus Angst erst gar nicht angezeigt, wie eine Dunkelfeldstudie von ĂŒber 45.000 Zufallsabfragen zeigt (Spiegel vom 24.10.20). U.a. 70 bis 95 % bei Körperverletzung, SachbeschĂ€digung Drohung und Sexualdelikten. Das deutet darauf hin, dass sich der BĂŒrger resigniert zurĂŒckzieht, weil er doch an keinem Erfolg seiner Anzeige glaubt; ja er befĂŒrchten muss, dass er von dem StraftĂ€ter oder seinem Anhang noch Schlimmeres zu erwarten hat.

Ich habe immer geglaubt, dass der Staat den gesetzestreuen BĂŒrger vor Verbrechern wirksam schĂŒtzen soll, aber das scheint in Deutschland wohl kein Staatsziel zu sein.

Phantomstrom v. 22.8.2020

Die beiden Artikel in der Zeitung vom 19. und 22. August ĂŒber Wind-kraft gehören zusammen gelesen, denn sie offenbaren den Wahnsinn der Energiepolitik in Deutschland: Da werden allein in Niedersachsen ca. 500 Millionen Euro jĂ€hrlich an die Windparkbetreiber vom Verbraucher dafĂŒr bezahlt, dass er nicht abgenommen bzw. gebraucht wird. Und das geht schon seit Jahrzehnten so.
Wohl wissend um die Tatsache, das der Strom gar nicht gebraucht wird bzw. gar nicht fließen kann, werden trotzdem munter Windkraftanlagen geplant und gebaut ohne RĂŒcksicht auf diese RealitĂ€t. Und das unter dem großen Dach des Umweltschutzes; das Gegenteil wird jedoch gemacht, denn unnötige Anlagen zur Unzeit sind nicht per se umwelt-freundlich.
Und dann steht im Artikel vom 22.8., dass die armen Windparkbetrei-ber nunmehr gezwungen sind, ihre Anlagen abzubauen, weil sie sich nicht mehr lohnen oder weil sie sie nicht repowern können. Dadurch wĂŒrden dann viele Anlagen abgebaut werden und die Katastrophe bricht ĂŒber die EigentĂŒmer herein. Sie mĂŒssten daher dringend weiter Geld vom Verbraucher erhalten.
Es ist schon ein starkes StĂŒck, derartige Behauptungen aufzustellen und den Forderungen der WindparkeigentĂŒmer, die sich risikolos in den letzten Jahrzehnten auf Kosten der kleinen Verbraucher bereichert haben, beizupflichten. Diese Betreiber werden mitnichten ihre Wind-mĂŒhlen abstellen oder abbauen, weil sie auch ohne Förderung Geld abwerfen. Bezeichnend dafĂŒr ist die schon 2017 erfolgte Ausschrei-bung von Offshorwindparks, die ohne Fördergelder auskommt, obwohl deren Bau erhebliche Mehrkosten gegenĂŒber den LandwindmĂŒhlen verursacht.
Umweltminister Lies von der SPD sollte sich mehr um die kleinen Leute kĂŒmmern, die diese unnötigen Kosten tragen mĂŒssen als Klientelpolitik zugunsten reichgewordener Windparkbesitzer zu betreiben.

Die Deutschen aus der Sicht eines Japaners

Sehr geehrte Damen und Herren,

eine mir zugesandte Mail ĂŒber den Zustand der Deutschen aus der Sicht eines AuslĂ€nders möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.

Ich kann dieser Ansicht nicht widersprechen; urteilen Sie selbst, ob er recht hat. 

Manische Culpathie, (1) nennt der japanische Journalist Asigi Kogugawa sein Buch, in dem er die heutigen Deutschen beschreibt. Er verfĂŒgt ĂŒber eine 10 Jahre lange Erfahrung als Korrespondent fĂŒr Tojo TV in Deutschland.

Nur einige SĂ€tze daraus:

  • Im Augenblicke ruinieren sie ihre Wirtschaft.

  • Sie wollen ihren eigenen Staat abschaffen.

  • Sie ĂŒbernehmen die Schulden ihrer NachbarlĂ€nder.

  • Sie wollen sich von Belgien aus regieren lassen.

  • Sie wollen auch noch biologischen Selbstmord begehen.

  • Sie tauschen ihre Bevölkerung mit voller Absicht gegen feindselige, landhungrige Fremden aus.

  • Der deutsche Staat bezahlt die Fremden dafĂŒr, dass sie ihr Land in Besitz nehmen.

  • In wenigen Jahren werden sie der Gnade der Neuankömmlinge ausgeliefert sein.

  • 


Das Video ist seit 2012 bekannt und wird – wie sollte es anders sein – von bestimmter Seite aus in ĂŒberheblicher Weise lĂ€cherlich gemacht.

Sehen Sie sich diesen Streifen an: https://www.youtube.com/watch?v=te_NpUvM8R8  Er dauert 5 œ Minuten

Ich habe es mit Interesse angesehen.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

Manfred Kuras

Jagd auf Corona

Das Robert-Koch-Institut hat nunmehr aufgrund seiner Aufzeichnungen die Infektionsrisiken eingeschÀtzt. Das ist in den obigen Aufnahmen vom Bildschirm ersichtlich.

Danach sind die hohen Risiken, die InnenrÀume, die Alten- und Pflegeheime und die Bars und Clubs. Die moderaten Ansteckungsfelder die Theater, Kinos und Museen sowie die Gastronomie. Als niedrig werden die Risiken beim Einzelhandel, Hotels und die Zusammentreffen im Freien eingestuft.

Gut, man hat in der Vergangenheit viele, auch vermeidbare Fehler gemacht, aber jetzt muss endlich mit offensichtlichem Unsinn an Restriktionen und Verboten Schluss gemacht werden, die absolut nichts bringen oder unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig sind. Vor allem die AktivitĂ€ten im Freien sollten nicht mehr sanktioniert werden; z.B. Sport, auch in Gruppen, Teilbelegung der Sportstadien- und plĂ€tze mit Zuschauern, Belegung von Wohnwagen- und CampingplĂ€tzen, Außengastronomie und Hotels. Auch der Einzelhandel, und nicht nur fĂŒr Lebensmittel, muss wieder zugĂ€nglich sein. NatĂŒrlich unter Beachtung der Corona-Grundregeln.

Die Szenen, wie sie sich abgespielt haben im Park, dass das Sitzen zu zweit auf einer Bank verboten wurde und Verfolgungsjagden mit dem Auto auf Menschen wegen Nichtttragen der Maske erfolgten, sind schlimm. Passanten mit dem Hubschrauber von der EisflĂ€che zu jagen, ist der Gipfel. Mit FĂŒrsorge hat das nichts mehr zu tun, sondern mit UnverhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit und Anmaßung. Das muss aufhören! Es wird Zeit, dass nicht Aktionismus sondern Realismus die Politik bestimmt.

Wir mĂŒssen uns wohl oder ĂŒbel damit abfinden, dass uns das Virus nicht völlig verlassen wird und dass das Geldverteilen nicht immer so weiter gehen kann. Das Spiel der LĂ€nderfĂŒrsten um die grĂ¶ĂŸte Show im Wahljahr muss beendet werden, wenn der unselige und unnötige Föderalismus noch weiter von der Bevölkerung geduldet wird.

Die Politik ist aufgerufen, entsprechend den obigen Vorgaben des RKI zu handeln und dort zu lockern, wo es Sinn macht.

 

Manfred Kuras

Das Ende der Zigeunersoße

 

Am 1.2. las ich die obige Kurzmeldung in der Tageszeitung  und wurde neugierig, was da gelaufen ist. In der Mediathek vom WDR holte ich mir die Sendung, doch bevor ich sie aufrufen konnte, war vorab ein Vorwort, des WDR, wonach diese sich, wie oben im Zeitungsausschnitt zu lesen ist, fĂŒr den Verlauf entschuldigten.

Ich habe mir die Sendung angesehen – sie ist auch heute noch abrufbar – und war auch sehr angetan davon, dass alle Beteiligten ihre Meinung zu verschiedenen Themen frank und frei gesagt haben. Das war erfrischend!

Im Stillen habe ich mir aber gedacht, wenn das man gutgeht?!

Denn aus Erfahrung weiß ich ja, dass vor allem im öffentlich rechtlichen Fernsehen nur politisch korrekte Antworten genehm sind, wenn man dort zukĂŒnftig noch auftreten will. Man möchte ja auch nicht seinen Job und damit seinen Broterwerb verlieren.

Es ging darum, ob man noch „Zigeunersoße“ sagen darf oder ob das diskriminierend sei. Die Teilnehmer in der Runde haben sich zu diesem Thema ausfĂŒhrlich und engagiert geĂ€ußert. Sie sind letztendlich einstimmig zu dem Schluss gekommen, dass dieses Wort zum deutschen Sprachschatz gehört und keineswegs abwertend anderen Menschen gegenĂŒber sei.

Der darauf von entsprechenden Foren inszenierte Shitstorm gegen die Teilnehmer fĂŒhrte dann dazu, dass sich diese und auch der Sender entschuldigten.

Dass wahrscheinlich ĂŒber 90% der Bevölkerung durchaus der gleichen Meinung wie die Teilnehmer sind und kein vernĂŒnftiger Mensch bei dem Wort „Zigeunersoße“ irgendeine Diskriminierung vorhat, interessiert die kleine aber rĂŒhrige Gemeinde von teilweise berufsmĂ€ĂŸigen Betroffenheitsfanatikern nicht, die offenbar die MeinungsfĂŒhrerschaft anstrebt; nein, sie hat sie bereits! Und wer davon abweicht, wird inquisitorisch verfolgt. Genauso gut könnte man die Wörter „Berliner“, „Hamburger“ oder „Frankfurter“ als verpönt bezeichnen, aber darauf kommen die Betreffenden nicht.

Man will sĂ€mtliche Kritik an den Roma verbieten und wenn sie noch so berechtigt ist; vor allem wohl in Bezug auf die Einwanderung aus RumĂ€nien und Bulgarien, seit diese in die EU aufgenommen wurden und somit FreizĂŒgigkeit in den deutschen Arbeitsmarkt genießen. In aller Regel handelt es sich jedoch um die Einwanderung in das deutsche Sozialsystem.

 

Manfred Kuras

Elbvertiefung vom 10.1.21

Am 7. Januar lese ich hocherfreut, dass der GrĂŒnen-Promi Stefan Wenzel die Elbe-Vertiefung rĂŒckgĂ€ngig machen will. Das ist mal was Erfreuliches! Er wendet sich an Ferlemann, dies zu tun. Ich kann ihm da nur beipflichten.

Hierbei hat er offenbar ganz vergessen, dass die „GrĂŒnen“ im Hamburger Senat zweimal, nĂ€mlich 2008 und 2015 ihre Zustimmung fĂŒr die 9. Elbvertiefung gegeben haben!

Er selbst war von 2013 bis 2017 Umweltminister in Hannover und hĂ€tte dort und in Hamburg seinen Einfluss gegen diese unselige Entscheidung einbringen können; ggf. auch mit einer RĂŒcktrittsdrohung. Davon habe ich aber nichts gehört.

Er hat recht, wenn er Ferlemann vorwirft, nicht wirklich gegen die Elbvertiefung votiert zu haben und dieser nur achselzuckend auf die Gerichtsentscheidung verweist, die aber nur die RechtmĂ€ĂŸigkeit der Planung geprĂŒft hat. Aber jetzt in der Vorwahlzeit fĂŒr den Bundestag den Leuten zu erzĂ€hlen, wie er doch schon immer gegen die Elbvertiefung war, blendet sein damaliges Verhalten aus und ist deswegen unglaubwĂŒrdig.

Der Jade-Weser-Port vor Wilhelmshaven liegt praktisch brach, der doch nur dann Sinn macht, wenn er ausgelastet ist und die Revierfahrt von ĂŒber 100 km nach Hamburg fĂŒr tiefgehende Schiffe erĂŒbrigt.

Hamburg, Bremen und Niedersachsen und der Bund haben hier eine Mrd. investiert, um ihn zu bauen. 2012 ging er in Betrieb, große Anstrengungen der Bahn und sonstige Infrastrukturmaßnahmen erfolgten, um dieses vernĂŒnftige Vorhaben in die Tat umzusetzen. Hamburg ist frĂŒhzeitig ausgestiegen, um die Elbvertiefung durchzuboxen und auch Bremen hat jetzt keine Lust mehr, sich am laufenden Defizit des Jade-Weser-Port zu beteiligen. Dieses Desaster muss sich die Politik vorhalten lassen!

Ich wĂŒnsche Herrn Wenzel trotzdem, dass er Herrn Ferlemann von seinem Anliegen – wenn auch spĂ€t – ĂŒberzeugen kann.

Manfred Kuras

Mogelpackung Öko-Wende v. 2.11.2020

 

Wer in diesem Sommer mit dem Auto unterwegs war, wird erfreulich – aus Sicht des Autofahrers – bemerkt haben, dass die Zahl der Insekten an seiner Frontscheibe deutlich weniger waren als in den letzten Jahren oder Jahrzehnten. Man fĂ€hrt teilweise lange Strecken zwischen hochgewachsenen Maisfeldern als Monokulturen hindurch. Sieht die Spuren auf den AckerflĂ€chen, die von DĂŒnger- und Giftausbringung zeugen. Kein Unkraut stört das ungehemmte Wachstum. Wiesen sind manchmal auch rotbraun, ein Zeichen, dass Gift zur Tötung des Grases zwecks Umwandlung zu Ackerland, vornehmlich Mais, ausgebracht wurde.

FrĂŒher waren in unserem kleinen Garten in der Hecke immer Amselnester und im VogelhĂ€uschen Meisen. Das ist seit einigen Jahren vorbei. Auch der Gesang der Vögel im FrĂŒhjahr und Sommer ist spĂ€rlicher geworden.

Alles diese negativen Erscheinungen sind vor allem auf die Politik, vor allem die EU-Agrarpolitik zurĂŒckzufĂŒhren, die ohne RĂŒcksicht auf Natur und Umwelt maximalen Gewinn in kurzer Zeit fĂŒr die Nutznießer fördert.

Vor allem die Subventionierung der AgrarflĂ€chen hat zur Beseitigung von BaumflĂ€chen gefĂŒhrt, die danach durch Austrocknung zu WĂŒsten wurden, wie ein Fernsehbeitrag ĂŒber Portugal dokumentiert. ZuschĂŒsse fĂŒr GĂŒlletanks und Massentierhaltung lassen ÜberschĂŒsse großen Ausmaßes entstehen, die Grundwasser und Boden verderben, aber artgerechte Haltung wird verhindert und TierquĂ€lerei wird geduldet, Hauptsache die Kasse klingelt. Da aber die Tierhaltung in diesem Ausmaß nicht aus dem eigenen Boden möglich ist, werden z.B. jedes Jahr ca. 3 Mio. Tonnen Soja eingefĂŒhrt, wohl wissend, dass dafĂŒr UrwĂ€lder brandgerodet werden. Auch fĂŒr andere Produkte, wie z.B. Palmöl und Kakao werden UrwĂ€lder vernichtet, die Tierwelt reduziert und der Klimawandel beschleunigt.

Die von der attraktiven Ministerin Klöckner verkĂŒndete Öko-Wende in der Agrarpolitik ist nicht der Durchbruch zu einem Wandel in der EU-Agrarpolitik, sondern eine Verfestigung auf weitere sieben Jahre; die Mini-Korrekturen sind AbsichtserklĂ€rungen; die Umsetzung bleibt abzuwarten. Diese Politik dient nicht den Menschen, sondern ist reiner Lobbyismus zugunsten der GrundeigentĂŒmer.

Der Redakteur Thomas Sassen hat in seinem Kommentar vom 24.10.2020 die EU-BeschlĂŒsse trefflich beschrieben und gegeißelt.

 

 

AKW-Abbau-Wahnsinn

Offener Brief

An das AktionsbĂŒndnis fĂŒr den verantwortungsvollen AKW-RĂŒckbau Cuxhaven/Otterndorf

Sprecherinnen: Dr. Silke Eulenstein, Dr. Gisela Penteker und Elke Roschkosch-Buntemeyer

Sehr verehrte Damen!

Der Abbruch(RĂŒckbau) des stillgelegten AKW-Werks Brokdorf ist beschlossene Sache. Das wird unter der Bildunterschrift des Artikels vom 1. September 2020 der CN plakativ erklĂ€rt und wird als richtig und notwendig hingestellt.

Das ist ersichtlich falsch!

Ich habe mich schon seit Jahren dafĂŒr eingesetzt, den unseligen und klimafeindlichen Beschluss ĂŒber den Ausstieg aus der Atomkraft zu ĂŒberdenken und ihn rĂŒckgĂ€ngig zu machen. Wenn man aber glaubt, keine neuen AKWs bauen zu mĂŒssen, so sollte man wenigstens so schlau sein und die stillgelegten stehen lassen. Schließlich weiß man nicht, wohin mit dem Schutt und es kostet eine Unsumme von mindestens eine Milliarde Euros pro AKW. Ein stillgelegtes AKW stellt keinerlei Gefahr dar! Das ist Fakt und hat noch keiner bestritten. Wieso also dieser Unsinn, der viele Probleme macht? Reine Ideologie.

Auch inzwischen viele andere Wissenschaftler vertreten diese Meinung. Wen dem nicht so ist, so soll es einer sagen und begrĂŒnden.

Selbst wenn schon mit den Planungen und Vorbereitungen begonnen wurde und man ggf. auch schon mit den Abbrucharbeiten in Stade, Brokdorf oder Esenshamm angefangen und dies schon Millionen gekostet hat, so sind diese TĂ€tigkeiten und Baustellen sofort stillzulegen, um nicht noch weiteren Schaden zu verursachen.

Meine Damen Sprecherinnen des „AktionsbĂŒndnisses fĂŒr den verantwortungsvollen AKW-RĂŒckbau Cuxhaven/Otterndorf“ versuchen Sie mal von Anfang an zu denken, ob der Nichtabbruch der AKWs Ihren Forderungen nicht am besten gerecht wird und das Problem gelöst ist. Wenn Sie das beste Ergebnis fĂŒr Ihr Anliegen wirklich wollen und nicht nur Effekthascherei dahintersteht, kommen Sie nicht umhin, mir recht zu geben.

Setzen Sie sich mit dem AktionsbĂŒndnis daher fĂŒr den Erhalt der stillgelegten AKWs ein!

 

Mit freundlichem Gruß

 

Manfred Kuras

Fritz-Reuter-Straße 83

27474 Cuxhaven

Tel. u. Fax: 04721/33783 und 01631480337

E-mail: manfredkuras@web.de

Meine Leserbriefe: www.manfred-kuras-unzensiert.de

Stuttmann-Karikatur gegen Putin v. 7.7.20

Sehr geehrte Damen und Herren,

neuer Beitrag m.d.B.u.K.

Offener Brief an den Karikaturisten Klaus Stuttmann:

Sehr geehrter Herr Stuttmann,

Sie sind m.E. ein begnadeter Karikaturist und treffen in vielen FĂ€llen auch ins Schwarze.

Ihre Karikatur vom 3.7. in den Zeitungen der Nordseegruppe ist jedoch eine UnverschĂ€mtheit und Verleumdung und LĂŒge zusammen: Hier wird ein Bild suggeriert, dass Putin den Gaul Russland 2036 totgeritten hat und weitere 16 Jahre regieren will. So macht man Stimmung gegen einen Freund Deutschlands und einen natĂŒrlichen VerbĂŒndeten gegen den uns bedrohenden Islamismus.

Putin hat nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Jelzin-Ära Russland durch seine entschlossene Politik in glaubhafter Form wieder auf Kurs und wieder auf die Beine gebracht. Die Russen wissen, was sie an ihm haben und haben dies trotz westlicher Gegenpropaganda und UnterstĂŒtzung der Opposition durch ein ĂŒberzeugendes Votum gezeigt.

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind nicht die Schuld Putins, sondern vor allem die mit fadenscheinigen GrĂŒnden betriebenen Wirtschaftsanktionen des Westens. Z.B. wird die Gasversorgung Deutschland mit gĂŒnstigem Gas torpediert, damit die USA ihr Fracking-FlĂŒssiggas hier anlanden können.

Die US-Regierung meinte wohl, sie kann Russland genau so wirtschaftlich mit Sanktionen schĂ€digen und militĂ€risch totrĂŒsten, wie das bereits mit der Sowjetunion glĂŒckte. Denn sie sind m.E. diejenigen, die die Rohstoffe Russlands kontrollieren wollen.

Dabei ist ausschließlich die USA und im Schlepptau die westliche Staaten diejenigen, die das Kriegsfeuer schĂŒren mit SĂ€belrasseln in den Ostblockstaaten, Großmanöver im Nordpolarmeer und Wirtschaftssanktionen.

Was hat Russland nicht alles vorgeleistet, um zu einem friedlichen Miteinander im allseitigen Interesse nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu kommen. Gabriele Krone-Schmalz und Peter Scholl-Latour haben dies in vielen BeitrĂ€gen immer wieder glaubhaft gemacht. Und Putin versucht immer wieder, die Wogen zu glĂ€tten. Dass er dabei aber nicht völlig blind ist und nicht alles gegen sein Land erduldet, wird ihm ja wohl keiner ĂŒbel nehmen können.

Den unverschĂ€mten Forderungen der Polen nach 850 Mrd. Euro als Reparationsleistung an die Deutschen wird nur zögerlich seitens unserer Regierung widersprochen, obwohl Polen eine erhebliche Mitschuld am Einmarsch der Deutschen in Polen hatte und der grĂ¶ĂŸte Teil der 13 Mio. FlĂŒchtlinge und Vertriebene aus den ehemalig deutschen Gebieten stammt, die jetzt zu Polen gehören. Welche Forderungen könnte Russland dann stellen, wenn es sich gleichermaßen wie die Polen verhielte?!

Herr Stuttmann, machen Sie Ihre Karikaturen glaubhafter und zeichnen Sie keine Hasskarikaturen!

 Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

Manfred Kuras

 

Rundschlag vom 22.4.2020

Es platzt mir schon lange der Kragen, wenn man so sieht, was in letzter Zeit seitens der Politik alles gemacht bzw, unterlassen wird zum Schaden fĂŒr uns: Die Medien verkaufen uns diese Taten oder Untaten noch als Optimum politischen Handelns und das mit Erfolg, wie die Umfragewerte zeigen. Die Bundeskanzlerin hat dies offenbar mit Genugtuung registriert und möchte ihre rigide Corona-Politik offenbar weiterfĂŒhren. So, wie sie das in Sachen Atomkraft und FlĂŒchtlingsflutung schon zum Schaden Deutschlands gemacht hat.

Die Politik ist zwar mit Entschlossenheit gegen die Ausbreitung des Corona-Virus vorgegangen, aber in vielen FĂ€llen ĂŒber das Notwendige hinausgegangen und teilweise Maßnahmen angeordnet, die mit der Ausbreitung wenig bis nichts zu tun haben, die aber die Bewegungsfreiheit und die Wirtschaft massiv in einem unverantwortlichen Maße beeintrĂ€chtigen. Die Aufmerksamkeit sollte sich auf die wirklichen Verbreitungskriterien konzentrieren und nicht auf Aktionismus, der nichts bringt. Abstandsregeln und Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und LĂ€den ja, aber Schließung von Hotels, GaststĂ€tten u.Ă€. nein. Hier sollten die Abstandsregeln und Maskenpflicht eingehalten werden; das reicht völlig. Massenveranstaltungen, wo die Abstandsregeln nicht möglich sind (Oktoberfest), mĂŒssen wohl noch Pause machen, aber eine halbe Besetzung von Freiluftstadien mit Zwischenraum sollte man schon mal probieren. Wir haben z.Zt. 50.000 Infizierte, das sind bei 80 Mio. Einw. jeder 1.600te!

Die Gefahr einer Pandemie ist bei Einhaltung der Maskenpflicht und Abstandsregelung beherrschbar und rechtfertigt m.E. nicht die in Kauf genommene Vernichtung ganzer Branchen. Aber wenn man so rigide vorgeht, könnte man ja auch alle gefahrengeneigten TÀtigkeiten verbieten.

Die Krise hat aber wieder einmal deutlich gemacht, was fĂŒr einen Kropf wir mit dem Föderalismus herumschleppen. Verordnet durch die SiegermĂ€chte zur SchwĂ€chung Deutschlands. Verteidigt durch die Politiker zur Erhaltung ihrer Privilegien und PfrĂŒnde.

Im einzelnen möchte ich noch folgende Themen ansprechen:

GrĂŒncontainer: In Cuxhaven wurden die turnusmĂ€ĂŸige Abfuhr mittels der GrĂŒncontainer an den jeweiligen StandplĂ€tzen eingestellt, weil dort die AbstĂ€nde angeblich nicht eingehalten wurden. Obwohl dort immer eine Aufsichtsperson anwesend war, sah man sich nicht imstande, dies zu regeln. Dazu hatte ich einen Leserbrief geschrieben, der aber wie ĂŒblich, nicht gebracht wurde. Jetzt wird in Gudendorf, also ca. 5 km entfernt, die Zentralstelle wieder eröffnet und dort geht es offensichtlich. Da man dorthin nur mit einem Fahrzeug hinkommen kann, kann man sich die Pkw-Schlange und der zusĂ€tzliche Aufwand an Geld und Zeit gegenĂŒber der frĂŒheren gut geregelten Abfuhr vorstellen. Das bisherige Verfahren sollte schnellstens wieder eingefĂŒhrt werden!

Deiche und StrĂ€nde gesperrt fĂŒr AuswĂ€rtige: Was soll das? Glaubt einer, dass ein VirustrĂ€ger (im Durchschnitt 1 von 1000) in der freien Natur, der von auswĂ€rts kommt und an den Strand geht, eine Gefahr fĂŒr die Einheimischen darstellt? Das gleiche gilt fĂŒr Zweitwohnungsinhaber. Die Betroffenen können das nur als unfreundlichen Akt empfinden.

Trittbrettfahrer:

a)    Gelber Schein: Das man in der akuten Phase die Regelung mit der telefonischen Krankmeldung beim Arzt und der automatischen Arbeitsbefreiung gemacht hat, ist o.k. Aber nachdem die Krankmeldungen sich verdoppelt hatten, muss doch jedem einleuchten, dass hier mit dem Vertrauen auf die Richtigkeit der Angaben Schindluder getrieben wurde. Aber anstatt die Regelungen nach 14 Tagen auslaufen zu lassen, haben die gutmenschlichen Politiker weitere 14 Tage aufgesattelt. Wir alle bezahlen diesen Missbrauch letztlich.

b)    KaufprĂ€mie fĂŒr Neu-Pkw: Die Autoindustrie fordert wie damals bei der Finanzkrise eine KaufprĂ€mie seitens des Staates von mehreren Tausend Euro wegen der Corona-Folgen (Absatzeinbuße). Eine UnverschĂ€mtheit, zumal das damals ein Schuss in den Ofen und nur ein Vorziehen eines ohnehin geplanten Autokaufs war. Wie wĂ€re es, wenn die Gewinne und die exorbitanten „VergĂŒtungen“ der VorstĂ€nde zu einem Preisnachlass herangezogen wĂŒrden?!

c)    DĂŒngeverordnung: Die FunktionĂ€re der Landwirtschaft haben die Gelegenheit beim Schopf gegriffen, und die Bundesregierung aufgefordert, die neue DĂŒngemittelverordnung, die ab 1.1.2021 gelten soll, wegen der Corona-Krise doch auszusetzen. Das eine hat zwar mit dem anderen nichts zu tun, aber hier wird eine Gelegenheit ergriffen, Klientelforderungen an den Gesetzgeber heranzutragen, weil man glaubt, dass die Gelegenheit gĂŒnstig ist. Die Folgen ( Grundwasser- und BodenschĂ€digung sowie Strafzahlungen Deutschlands an die EU) sind den Herrschaften egal.

d)    Corona-Bonds: SolidaritĂ€t ist eine schöne Eigenschaft und wird leider vor allem von denen eingefordert, die von anderen was haben wollen. Die Italiener und – nicht ganz so laut – auch die Franzosen fordern sog. Euro- oder Coronabonds als gemeinschaftliche Schuldenplattform, bei der dann jeder fĂŒr alles haftet. Das hat die Regierung -bislang – richtigerweise abgelehnt. Wir zahlen schon rd. 14 Mrd. Euro jĂ€hrlich direkt netto in die EU-Kasse und haften außerdem ĂŒber den 27%igen Anteil an der EZB ĂŒber weitere Zig-Milliarden fĂŒr angekaufte dubiose Staatspapiere. Das sog. Target2-System, hat seit 2007 eine Forderung der Bundesbank gegenĂŒber der EZB von ca. einer Billionen Euro aufgebaut, die sich aus ÜberschĂŒssen aus dem Warenverkehr aus Deutschland mit den Euro-LĂ€nder ergeben. Deren Ausgleich steht in den Sternen und der Saldo wĂ€chst kontinuierlich. Aus meiner Sicht haben wir praktisch schon Eurobonds. Insoweit ist es trotzdem richtig, dies offiziell nicht zu machen, denn wenn diese neue Lesart sich erst einmal etabliert hat, ist sie schwer zu stoppen.

Sonstiges:

a)     Windkraftförderung: Windkraft und Photovoltaik-Anlagen als umweltfreundliche Energiegewinnung sind grundsĂ€tzlich zu begrĂŒĂŸen. Bio-Gas-Anlagen jedoch nur dann, wenn dafĂŒr kein Mais verwendet wird. Insbesondere Windkraft bedarf keiner Subvention. Es ist ein MillionengeschĂ€ft fĂŒr die Betreiber und eine Gelddruckanlage. Sie erhalten sogar Fördermittel fĂŒr nicht erzeugten oder nicht benötigten Strom! Die Serie im Fernsehen “Unterleuten“ hat dies deutlich gemacht. Diese Energiegewinnung braucht keine Förderung durch kleine Abnehmer. Auch die Photovoltaik als risikoloses GeschĂ€ft sollte nicht mehr gefördert werden; sie sollten sich am Markt behaupten können. Entsprechende Regelungen zugunsten des Kleinverbrauchers – denn nur der bezahlt die Subventionen – sind schnellstens umzusetzen.

b)    Abbruch von Atomkraftwerke:

Am 22.4.20 war ein großer Artikel in der Zeitung ĂŒber den Abbruch des AKW`s Unterweser. Es soll 1.200 Millionen Euro kosten. Man weiß zwar immer noch nicht, wohin mit dem schwachradioaktiven Material aber man schafft schon mal Tatsachen. Ich habe darĂŒber schon ausgiebig meine Meinung gesagt und die Stillegung sowie den Abbruch der sichersten Atomkraftwerke der Welt als großen Fehler und den Klimazielen kontraproduktiv bezeichnet.   Ich habe bislang auch noch keinen konkreten Widerspruch erhalten und inzwischen mehren sich die Stimmen, die den Stillegungsbeschluss nach Fokushima kritisieren. Stoppt daher die Stillegungen und stoppt den Abbruch!

c) AuftrĂ€ge fĂŒr Kriegsschiff und Kampfflugzeuge ins Ausland:

Das MilitĂ€r, das fĂŒr den Schutz des Landes zu gewĂ€hrleisten hat, muss mit dem besten Material ausgestattet werden. Gleichzeitig muss jedoch eindringlich geprĂŒft werden, ob die entsprechenden Milliarden nicht in erster Linie unserer Industrie zugute kommen mĂŒssen, wenn sie die gleichen Leistungen bringen. Dies scheint mir bei der Vergabe nicht in ausreichendem Maße berĂŒcksichtigt worden sein, sonst wĂŒrde es nicht soviel Protest gegeben haben.  

Auch die AnkĂŒndigung ĂŒber die Auftragsvergabe von Kampfflugzeugen an die USA scheint     wohl nicht ganz normal gelaufen zu sein. Könnte Trump vielleicht Druck ausgeĂŒbt haben und wir sind mal wieder eingeknickt? Nachdem der Wirtschaftsminister den USA zwei LNG-HĂ€fen fĂŒr ihr Fracking- Gas, was wir nicht brauchen, versprochen hat, dĂŒrfte die Vermutung nicht ganz abwegig sein. Unsere SouverĂ€nitĂ€t steht auf dem PrĂŒfstand.

c) Sandsturm durch Erosion:

Durch die ausbleibenden RegenfĂ€lle in der letzten Zeit und dem starken trockenen Ostwind ist es in verschiedenen Gegenden auf leichten Ackerböden mit hohem Sandanteil zu Sand- und StaubstĂŒrmen gekommen, die den Straßenverkehr durch Sichtbehinderung gefĂ€hrden. Schon vor Jahren hat das in Brandenburg zu mehreren UnfĂ€llen mit Toten gefĂŒhrt. Das hĂ€tte man lĂ€ngst verhindern können, wenn in angemessenen AbstĂ€nden windbrechende Buschreihen gepflanzt worden wĂ€ren. Aber dann wĂŒrden ja ein paar qm AnbauflĂ€che verloren gehen. Aber genau das mĂŒsste auch zugunsten der Natur verordnet werden; EntschĂ€digung ok. Macht es!

d) Spargelernte:

Es ist ein Trauerspiel, dass die Deutschen trotz großer Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit nicht allein in der Lage sind, ihre eigenen FrĂŒchte zu ernten. Wenn die Erntehelfer aus dem Ausland nicht kommen, bleibt die HĂ€lfte liegen oder am Baum. Trotz des hohen Lohnausgleichs mĂŒsste es doch mit etwas PflichtgefĂŒhl der Deutschen, die dazu körperlich in der Lage sind, möglich sein, sich dazu bereit zu erklĂ€ren, mitzuhelfen, die Ernten einzubringen. Vielleicht Ă€ndert sich die Einstellung ja noch.

Manfred Kuras