Politik

LokfĂĽhrerstreik, ein Staatsversagen v. 10.9.21

Der Streik der Lokführer nervt die auf die Bahn angewiesene Bevölkerung schon seit langer Zeit.

Die Forderungen der zwischen 44.000 und 52.000 € jährlich verdienenden Lokführer bei der DB auf 3,2 % höhere Löhne, Pensionsneuregelungen und kürzere Laufzeiten mag man verstehen oder auch nicht. Für einen Corona-Zuschlag von 600 € habe ich aber kein Verständnis, wenngleich die Bahn diesen zahlen will. Ich halte die Forderung für schlichtweg unverschämt, weil ich keine besondere Erschwernisse deswegen bei den Lokführern sehen kann. Die die gesamte Volkswirtschaft schädigende Krankheit, als Hebel für eine m.E. erpresserische Forderung gegenüber dem Arbeitgeber, der ohnehin hohe Einnahmeeinbußen hatte, zu benutzen, ist unerträglich.

Nun sind Streiks zur Durchsetzung von arbeitsrechtlichen Forderungen durchaus legitim und durch die Vereinigungs- und Koalitionsfreiheit nach Art. 9 des Grundgesetzes geschützt. Es kann aber nicht angehen, dass Streiks der Wenigen (auch Piloten, Fluglotsen), die eine Schlüsselstellung im Betrieb innehaben, für sich überhöhte Löhne und Privilegien durchzusetzen. Sie schaden dem ganzen Betrieb und führen zu einer Entsolidarisierung der Arbeitnehmer.

Schon 2007, 2010 und 2014 habe ich in Leserbriefen –auch an die Politiker- auf diesen Missstand hingewiesen und endlich eine entsprechende Regelung gefordert. Die ist dann auch 2015 mit dem Tarifeinheitsgesetz erfolgt. Dagegen haben die Gewerkschaften das Bundesverfassungsgericht angerufen und dieses hat dann 2017 das Tarifeinheitsgesetz zwar bestätigt aber gleichzeitig dem Gesetzgeber aufgegeben, das Gesetz mit einem – ich sage mal- Gummiregelungszusatz zu versehen, der das Ziel des Gesetzes, nämlich Schaden von großen Teilen der Volkswirtschaft durch Wenige zu verhindern, wieder zunichte macht. Das Ergebnis kennt jeder.

Hier wurde der Wille des Volkes, vertreten durch den Gesetzgeber missachtet. Dies ist ein exemplarisches Versagen der Politik und der Rechtsprechung.

Deswegen sollte bei jedem Gesetz eine Präambel vorangestellt werden, das den Sinn und Zweck des Gesetzes mit wenigen Worten erklärt und dass bei einer anderen Auslegung innerhalb des Gesetzestextes die Präambel gilt.

M.E. ist es nämlich unerträglich, dass der Gesetzgeber gehindert ist, ihm sinnvoll erscheinende Gesetze zu schaffen.

 

Manfred Kuras

Regenbogen-Missbrauch v. 22.7.2021

 

Nun hat auch die Bundesbahn einen „Regenbogen ICE“ auf die Reise geschickt; und wie die Bildunterschrift aussagt, sollen damit Menschen, die sich nicht sexuell normal (heterosexuell) identifizieren, unterstützt werden.

Die besondere Aufmerksamkeit und Förderung dieser LGBTQI+Gruppe

läuft ja schon einige Jahre und nimmt immer mehr Fahrt auf. Jetzt auch im wahrsten Sinne des Wortes bei der Bahn.

Um welchen Personenanteil bei einem 80 Mio-Volk es sich handelt bei den „diversen“ oder Geschlechtswechsler zeigt „Nachgezählt“ der Ausschnitt aus dem Spiegel vom 26.6.21. Trotzdem sind schon Gesetzesänderungen zugunsten dieser kleinen Gruppe gemacht worden; z.B. „Ehe für alle“, damit ggf. auch ein Witwergeld anfällt.

Offenbar haben unsere Politiker nichts anderes zu tun, als dieser aggressiven Miniminderheit zu gefallen.

Geschickt haben diese und ihre Unterstützer –meistens aus dem rot-grünen Bereich- ungeniert und lautstark für ihre Andersartigkeit und ihre sexuellen Vorlieben geworben und sind von den Politikern gehört worden. Auch die christlichen Kirchen ließen sich nicht lumpen und gaben ihren Segen zu Verbindungen, die im Gegensatz zur Bibel stehen.

So weit- so schlecht! Aber das die Medien widerstandslos hinnehmen, dass das wunderschöne Naturschauspiel des Regenbogens und seiner Farben dazu missbraucht wird, als Sinnbild für die unnatürlichen und vielen Menschen widerwärtig erscheinenden Auftreten und Handlungen der sexuellen Sonderlinge zu dienen, ist unverzeihlich.

Wenn Menschen zu den genannten Gruppen gehören, sollten sie ihre besonderen Vorlieben im kleinen Kreis und nicht in der Öffentlichkeit ausleben und die allgemeine Bevölkerung damit belästigen.

Dass die Ungarn und Russen ein Gesetz zum Schutz der Jugendlichen gegen die Werbung fĂĽr diese LGBTQI+ – Anhänger verabschiedet haben, halte ich fĂĽr richtig und auch hierzulande zu erforderlich. Die Drohung der EU gegen diese Schutzgesetze ist zutiefst zu verurteilen.

Manfred Kuras

China macht nationale Familienpolitik

Sehr geehrte Damen und Herren,
Neuer Leserbrief m.d.B.u.K.
Wie berichtet wurde, hat China seine Ein-, -bzw. Zwei-Kind-Politik nun-mehr korrigiert und drei Kinder pro Famile erlaubt.
Die vor 40 Jahren eingeführte Ein-Kind-Politik war seinerzeit ein verzweifelter Akt, gegen die Hungersnöte und das Bevölkerungswachstum. Das war mit Leid und Repressionen für die Betroffenen verbunden. Inzwischen hat China jedoch durch die Lockerung der kommunistischen Doktrin und Zulassung privatwirtschaftlichen Systemen einen derartigen wirtschaftlichen Aufschwung genommen, der m.E. noch über dem des „Wirtschaftswunders“ hinaus geht. Deswegen konnte 2015 auf eine 2-Kind- und jetzt auf die 3-Kind-Politik gewechselt werden. Da es aber statistisch zur Erhaltung des Bevölkerungsstandes je Frau 2,3 Kinder bedarf, sind bereits im Vorfeld zahlreiche Lockerungen, vor allem in ländlichen Gebieten erfolgt. Der wachsende Wohlstand und die Arbeitsmarktpolitik haben schon von sich aus dafür gesorgt, dass auch ohne diese Maßregelungen wesentlich weniger Kinder als vor 40 Jahren geboren wurden. Um dem 3-Kind-Ziel zum Erfolg zu verhelfen, hat man zahlreiche Unterstützungsmaßnahmen für Familien beschlossen. Wie ich die chinesische Regierung einschätze, wird man sehr genau beobachten, ob diese Neuregelungen greifen und wird ggf. nachsteuern. Sie wird nicht versuchen, die Bevölkerung durch Einwanderung auszugleichen.
Die chinesische Regierung betreibt dem Namen nach als „kommunisti-sche“ Ein-Parteien-Herrschaft eine nationale Politik, die im Interesse der Nation alle Wirtschaftsformen zulässt, wenn es denn den Interessen Chinas dient. Dies unterscheidet sie im Wesentlichen von vielen europäischen Demokratien, insbesondere von Deutschland. Vielleicht sollte die deutsche Regierung sich ein Beispiel nehmen, die deutsche Bevölkerung zu mehr Kinderfreundlichkeit aufzurufen und mit entsprechenden Unterstützungen helfen. Sie sollte die Bevölkerung aufklären, wohin die bisherige Bevölkerungspolitik der Zuwanderung kulturfremder und bildungsferner Menschen in die hiesigen Sozialsysteme führt.

 

Mit freundlichen GrĂĽĂźen
Manfred Kuras

Wassserhaltung tut Not

 

Dem Moor am Bederkesaer See soll durch eine bessere Vernässung geholfen werden. Staubauwerke sollen den Abfluss des Regenwassers stoppen und so regulieren, dass sich dort wieder das Moor entwickeln kann. Dies halte ich für eine gute Maßnahme, wenngleich sie nicht ganz billig sein dürfte. Aber wir sollten es uns leisten, die Sünden der Vergangenheit weitgehend zu korrigieren.

In den vergangenen trockenen Jahren hat es große Schäden an der Natur gegeben, die in vielen Fällen hausgemacht sind. Sie möglichst zu vermeiden und ggf. rückgängig zu machen ist auch ein Beitrag zur Klimaverbesserung.

Die Regulierung des Niederschlagswassers zwecks Wasserhaltung in den vorwiegend landwirtschaftlich geprägten Gebieten sollte durch eben solche oder ähnliche Bauwerke wie in Bederkesa in den Abflussgräben Aufgabe der Wasser-und Bodenverbände sein. In der Sommerzeit sind die meisten viel zu tiefen Entwässerungsgräben total leer, weil sie mit dem entsprechenden Gefälle in die Vorfluter fließen und dann noch in die Flüsse bei Ebbe oder sogar mit den Schöpfwerken in die Nordsee gepumpt werden. Dies mag sicherlich im ggb. Fall notwendig sein, um Überschwemmungen zu vermeiden, aber nicht in dem Maße, wie das z.Zt. der Fall ist. Dies ließe sich m.E. reduzieren, wenn man das Wasser soweit möglich in den Gräben halten würde, indem, indem man sinnvolle Sperren, z.B. in V-Form, in die Entwässerungsanlagen baut. Dies würde auch dazu beitragen, den Grundwasserstand zu erhöhen und in den Küstenregionen dem Versalzungsdruck durch die Nordsee entgegenwirken. Vielfach könnte auch die Beregnung der Äcker mit Trinkwasser reduziert werden.

Auch das m.E. zu viel erfolgte Räumen der Gräben lässt der Flora kaum Zeit, sich zu regenerieren. Nur weil es „dran“ ist und der Maschinenpark genutzt werden muss, ist es nicht immer sinnvoll. Hier sollte man vorher in jedem Einzelfall die Notwendigkeit prüfen.

Mit freundlichen GrĂĽĂźen

Manfred Kuras

„Völkermord“ und kein Ende vom 6.6.2021

Aus Cuxhavener Nachrichten vom 30.5.2021

Der obige Artikel „Berlin erkennt Völkermord an“ enthält nur Teilwahrheiten der damaligen Geschehnisse und will die Leserschaft von der Richtigkeit der Schuldkult-Handlungsweise unserer Regierung ĂĽberzeugen. Zu diesem Thema habe ich bereits in zwei Beiträgen auf meiner Homepage Stellung bezogen: 

Herero-Klage gegen Deutschland v. 10.1.2017

und 

Die Herren aus dem Afrikaviertel v.27.6.2019

Es ist so gekommen, wie ich es vermutet habe: Deutschland, und nur Deutschland zahlt. Vorerst zu der bereits gezahlten Entwicklungshilfe von 900 Millionen weitere 1,1 Milliarden. Wie man hört, sind die Begünstigten damit jedoch nicht zufrieden sondern wollen mehr, vielleicht eine Daueralimentation. Wen wunderts, bei solcher Verhaltensweise unserer Regierenden.

Armes Deutschland!

Manfred Kuras

Die Deutschen aus der Sicht eines Japaners

Sehr geehrte Damen und Herren,

eine mir zugesandte Mail über den Zustand der Deutschen aus der Sicht eines Ausländers möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.

Ich kann dieser Ansicht nicht widersprechen; urteilen Sie selbst, ob er recht hat. 

Manische Culpathie, (1) nennt der japanische Journalist Asigi Kogugawa sein Buch, in dem er die heutigen Deutschen beschreibt. Er verfĂĽgt ĂĽber eine 10 Jahre lange Erfahrung als Korrespondent fĂĽr Tojo TV in Deutschland.

Nur einige Sätze daraus:

  • Im Augenblicke ruinieren sie ihre Wirtschaft.

  • Sie wollen ihren eigenen Staat abschaffen.

  • Sie ĂĽbernehmen die Schulden ihrer Nachbarländer.

  • Sie wollen sich von Belgien aus regieren lassen.

  • Sie wollen auch noch biologischen Selbstmord begehen.

  • Sie tauschen ihre Bevölkerung mit voller Absicht gegen feindselige, landhungrige Fremden aus.

  • Der deutsche Staat bezahlt die Fremden dafĂĽr, dass sie ihr Land in Besitz nehmen.

  • In wenigen Jahren werden sie der Gnade der Neuankömmlinge ausgeliefert sein.

  • …

Das Video ist seit 2012 bekannt und wird – wie sollte es anders sein – von bestimmter Seite aus in überheblicher Weise lächerlich gemacht.

Sehen Sie sich diesen Streifen an: https://www.youtube.com/watch?v=te_NpUvM8R8  Er dauert 5 ½ Minuten

Ich habe es mit Interesse angesehen.

Mit freundlichen GrĂĽĂźen

Manfred Kuras

Jagd auf Corona

Das Robert-Koch-Institut hat nunmehr aufgrund seiner Aufzeichnungen die Infektionsrisiken eingeschätzt. Das ist in den obigen Aufnahmen vom Bildschirm ersichtlich.

Danach sind die hohen Risiken, die Innenräume, die Alten- und Pflegeheime und die Bars und Clubs. Die moderaten Ansteckungsfelder die Theater, Kinos und Museen sowie die Gastronomie. Als niedrig werden die Risiken beim Einzelhandel, Hotels und die Zusammentreffen im Freien eingestuft.

Gut, man hat in der Vergangenheit viele, auch vermeidbare Fehler gemacht, aber jetzt muss endlich mit offensichtlichem Unsinn an Restriktionen und Verboten Schluss gemacht werden, die absolut nichts bringen oder unverhältnismäßig sind. Vor allem die Aktivitäten im Freien sollten nicht mehr sanktioniert werden; z.B. Sport, auch in Gruppen, Teilbelegung der Sportstadien- und plätze mit Zuschauern, Belegung von Wohnwagen- und Campingplätzen, Außengastronomie und Hotels. Auch der Einzelhandel, und nicht nur für Lebensmittel, muss wieder zugänglich sein. Natürlich unter Beachtung der Corona-Grundregeln.

Die Szenen, wie sie sich abgespielt haben im Park, dass das Sitzen zu zweit auf einer Bank verboten wurde und Verfolgungsjagden mit dem Auto auf Menschen wegen Nichtttragen der Maske erfolgten, sind schlimm. Passanten mit dem Hubschrauber von der Eisfläche zu jagen, ist der Gipfel. Mit Fürsorge hat das nichts mehr zu tun, sondern mit Unverhältnismäßigkeit und Anmaßung. Das muss aufhören! Es wird Zeit, dass nicht Aktionismus sondern Realismus die Politik bestimmt.

Wir müssen uns wohl oder übel damit abfinden, dass uns das Virus nicht völlig verlassen wird und dass das Geldverteilen nicht immer so weiter gehen kann. Das Spiel der Länderfürsten um die größte Show im Wahljahr muss beendet werden, wenn der unselige und unnötige Föderalismus noch weiter von der Bevölkerung geduldet wird.

Die Politik ist aufgerufen, entsprechend den obigen Vorgaben des RKI zu handeln und dort zu lockern, wo es Sinn macht.

 

Manfred Kuras

Das Ende der ZigeunersoĂźe II

Auf die TV-Sendung, ob man den Begriff „Zigeunersoße“ noch verwenden darf, reagierte Gottschalk im Sinne der Massenmedien entschuldigend mit einem Wortgeschwurbel  (siehe oben). Er möchte schließlich im Geschäft bleiben. Das kann ich verstehen. Denn wer da nicht auf der politisch korrekten Linie bleibt, der kann medial die Koffer packen.

Zu diesem Thema passt der Bericht über die vernachlässigte Sinti-Siedlung in Hamburg-Wilhelmsburg vom 16.2.21.

Die dpa zeichnet hier ein Bild, als wenn die Stadt Hamburg schuld daran ist, dass die dort kompakt lebenden Sinti ungerecht und benachteiligt gegenüber der anderen Bevölkerung behandelt worden wären und dass nunmehr viel Geld in die Hand genommen werden müsste, um dieses Unrecht wiedergutzumachen.

Obwohl über Sinti und Roma in Deutschland nur sehr sensibel berichtet wird, zeichnet ein Bericht der „Welt“ vom 16.2.21 ein anderes Bild von den dortigen Zuständen. Hier einige Auszüge:

„Die Häuser und Gärten haben sich über die Jahre und Jahrzehnte mit den öffentlichen Flächen verwoben. Manche der Anwohner erweiterten ihre Gärten auf Kosten der öffentlichen Grünflächen, aus Spielplätzen wurden Parkplätze, aus Garagen Wohnzimmer. Hier leben 150 Bewohnerinnen und Bewohner, fast alle tragen den Familiennamen Weiss. Die Mieter sehen es so: Die Stadt hatte die Siedlung, ihre Siedlung,, ihnen die versprochene Gewerbefläche nicht gebaut. So haben sie sich ihre eigene kleine Welt geschaffen. Auch die Stadt haderte mit der „Burgmentalität“, wie sie es in den Behörden nennen. Eine eigene Welt, geführt von Patriarchen, abgeschirmt nach außen. Im März 2019 setzte die Sozialbehörde eine Lenkungsgruppe ein und schickte Vertreter auf eine schwierige Mission: Sie sollten wieder einen Gesprächsfaden zur Sinti-Gemeinde herstellen und die Probleme der vergangenen Jahrzehnte beheben, eins nach dem anderen. 1982 errichtete die Stadt die Wohnsiedlung, davor wohnten die Sinti im Süden verstreut auf öffentlichen Flächen, in Wohnwagen oder den Behelfsheimen aus der Nachkriegszeit. Der Georgswerder Ring war für die Hamburger Sinti ein geschützter Ort, an dem es möglich war, ihre Kultur zu leben. Auf einer Fläche am Kleingartenweg etwas abseits des Wohngebiets türmt sich heute Müll auf, überall im Ring standen bis vor Kurzem abgemeldete Fahrzeuge. Der zuständige Sozialarbeiter schmiss Mitte der 1980er-Jahre hin, seitdem ist die Stelle nicht besetzt. Oder die Sache mit den Mietverträgen. Die Bewohner hatten in den vergangenen Jahrzehnten unter sich geklärt, wer welche Wohnung nach einem Auszug oder Todesfall übernimmt. Gültige Mietverträge gab es kaum noch. „Viele Sinti hatten Sorge, dass die neuen Mietverträge der Auftakt wären, sie aus dem Ring zu vertreiben“, sagt Fouad Hamdan. „Für unsere Gemeinschaft war zentral, dass aus den neuen Mietverträgen klar hervorgeht, dass die Menschen im Georgswerder Ring wohnen bleiben dürfen und nicht irgendwann fremde Mieter hier einziehen“, sagt Matthäus Weiss. Es gehe um „den respektvollen Umgang mit der kulturellen Eigenart dieser Minderheit. Im September 2020 unterschrieben die beiden Sinti-Patriarchen das Papier. Matthäus Weiss sagt: „Kein Dreck, kein Müll mehr“, das sei unstrittig, jeder im Ring müsse sich daran halten. Noch gibt es ungelöste Aufgaben, allen voran Bildungsfragen. Viele Sinti schicken ihre Kinder nicht in Kitas, auch mit der Schulpflicht hapert es bei manchen.“

Aus den Ausschnitten des o.a. Berichtes mag sich jeder ein Bild von der Realität dort machen: Nicht die Stadt hat die Siedlung vernachlässigt sondern die Bewohner. Aber anstatt diese Leute wie Normalbürger zu behandeln, wird ihnen ein Sonderstatus für ihre „Kultur“ eingeräumt, um dem Schuldkult Rechnung zu tragen. Die Süddeutsche Zeitung schrieb bereits 2019 unter der Überschrift „Unbeliebteste Minderheit in Europa“ über die Sinti und Roma. Statt die Wahrheit und Wirklichkeit zu schildern, wird seitens der dpa dem Leser ein völlig falsches Bild vermittelt. Da muss man sich über dem Vorwurf „Lügenpresse“ nicht wundern.

Wenn sich die Verhaltensweise und Lebensstil der Mehrheit der Sinti und Roma nicht ändert, wird in ein paar Jahren die Bezeichnung Sinti oder Roma genau so belastet sein, wie der jetzt kritisierte Ausdruck Z.

Manfred Kuras

Das Ende der ZigeunersoĂźe

 

Am 1.2. las ich die obige Kurzmeldung in der Tageszeitung  und wurde neugierig, was da gelaufen ist. In der Mediathek vom WDR holte ich mir die Sendung, doch bevor ich sie aufrufen konnte, war vorab ein Vorwort, des WDR, wonach diese sich, wie oben im Zeitungsausschnitt zu lesen ist, für den Verlauf entschuldigten.

Ich habe mir die Sendung angesehen – sie ist auch heute noch abrufbar – und war auch sehr angetan davon, dass alle Beteiligten ihre Meinung zu verschiedenen Themen frank und frei gesagt haben. Das war erfrischend!

Im Stillen habe ich mir aber gedacht, wenn das man gutgeht?!

Denn aus Erfahrung weiß ich ja, dass vor allem im öffentlich rechtlichen Fernsehen nur politisch korrekte Antworten genehm sind, wenn man dort zukünftig noch auftreten will. Man möchte ja auch nicht seinen Job und damit seinen Broterwerb verlieren.

Es ging darum, ob man noch „Zigeunersoße“ sagen darf oder ob das diskriminierend sei. Die Teilnehmer in der Runde haben sich zu diesem Thema ausführlich und engagiert geäußert. Sie sind letztendlich einstimmig zu dem Schluss gekommen, dass dieses Wort zum deutschen Sprachschatz gehört und keineswegs abwertend anderen Menschen gegenüber sei.

Der darauf von entsprechenden Foren inszenierte Shitstorm gegen die Teilnehmer fĂĽhrte dann dazu, dass sich diese und auch der Sender entschuldigten.

Dass wahrscheinlich über 90% der Bevölkerung durchaus der gleichen Meinung wie die Teilnehmer sind und kein vernünftiger Mensch bei dem Wort „Zigeunersoße“ irgendeine Diskriminierung vorhat, interessiert die kleine aber rührige Gemeinde von teilweise berufsmäßigen Betroffenheitsfanatikern nicht, die offenbar die Meinungsführerschaft anstrebt; nein, sie hat sie bereits! Und wer davon abweicht, wird inquisitorisch verfolgt. Genauso gut könnte man die Wörter „Berliner“, „Hamburger“ oder „Frankfurter“ als verpönt bezeichnen, aber darauf kommen die Betreffenden nicht.

Man will sämtliche Kritik an den Roma verbieten und wenn sie noch so berechtigt ist; vor allem wohl in Bezug auf die Einwanderung aus Rumänien und Bulgarien, seit diese in die EU aufgenommen wurden und somit Freizügigkeit in den deutschen Arbeitsmarkt genießen. In aller Regel handelt es sich jedoch um die Einwanderung in das deutsche Sozialsystem.

 

Manfred Kuras

Elbvertiefung vom 10.1.21

Am 7. Januar lese ich hocherfreut, dass der Grünen-Promi Stefan Wenzel die Elbe-Vertiefung rückgängig machen will. Das ist mal was Erfreuliches! Er wendet sich an Ferlemann, dies zu tun. Ich kann ihm da nur beipflichten.

Hierbei hat er offenbar ganz vergessen, dass die „Grünen“ im Hamburger Senat zweimal, nämlich 2008 und 2015 ihre Zustimmung für die 9. Elbvertiefung gegeben haben!

Er selbst war von 2013 bis 2017 Umweltminister in Hannover und hätte dort und in Hamburg seinen Einfluss gegen diese unselige Entscheidung einbringen können; ggf. auch mit einer Rücktrittsdrohung. Davon habe ich aber nichts gehört.

Er hat recht, wenn er Ferlemann vorwirft, nicht wirklich gegen die Elbvertiefung votiert zu haben und dieser nur achselzuckend auf die Gerichtsentscheidung verweist, die aber nur die Rechtmäßigkeit der Planung geprüft hat. Aber jetzt in der Vorwahlzeit für den Bundestag den Leuten zu erzählen, wie er doch schon immer gegen die Elbvertiefung war, blendet sein damaliges Verhalten aus und ist deswegen unglaubwürdig.

Der Jade-Weser-Port vor Wilhelmshaven liegt praktisch brach, der doch nur dann Sinn macht, wenn er ausgelastet ist und die Revierfahrt von ĂĽber 100 km nach Hamburg fĂĽr tiefgehende Schiffe erĂĽbrigt.

Hamburg, Bremen und Niedersachsen und der Bund haben hier eine Mrd. investiert, um ihn zu bauen. 2012 ging er in Betrieb, groĂźe Anstrengungen der Bahn und sonstige InfrastrukturmaĂźnahmen erfolgten, um dieses vernĂĽnftige Vorhaben in die Tat umzusetzen. Hamburg ist frĂĽhzeitig ausgestiegen, um die Elbvertiefung durchzuboxen und auch Bremen hat jetzt keine Lust mehr, sich am laufenden Defizit des Jade-Weser-Port zu beteiligen. Dieses Desaster muss sich die Politik vorhalten lassen!

Ich wünsche Herrn Wenzel trotzdem, dass er Herrn Ferlemann von seinem Anliegen – wenn auch spät – überzeugen kann.

Manfred Kuras