An den Spiegel v. 25.9.2014
Sehr geehrte Damen und Herren Es ist bedauerlich, dass der Spiegel als an sich gutes Informationsmittel sein Buch ĂŒber das Kaiserreich mit der LĂŒge ĂŒber die Kriegsschuld Deutschlands am 1. Weltkrieg bewirbt. Der Satz in der beigefĂŒgten Ablichtung : â Das gesellschaftliche Klima war geprĂ€gt von Militarismus und Untertanengeist- ein Umstand, der letztlich in den Ersten Weltkrieg fĂŒhrte.â, ist eine glatte LĂŒge, was Christopher Clark in seinem Buch âDie Schlafwandlerâ hinlĂ€nglich bewiesen hat. Der Schuldkult in Deutschland treibt nach wie vor seine BlĂŒten. Warum hassen sich die Deutschen selbst so sehr â ist das der politischen Korrektheit geschuldet?
SchÀuble und die Freiheit v.23.9.14

Sehr geehrte Damen und Herren, in den hiesigen Zeitungen war am 17.9. zu lesen, dass der Finanzminister Dr. SchÀuble am 28.September in der Berliner GedÀchtniskirche predigen wird. Thema: Wie kann die individuellen Freiheit des Menschen als eine Folge der Reformation auch im 21. Jahrhundert bewahrt werden.
An sich kein Thema fĂŒr einen Finanzminister, aber doch sehr anspruchsvoll, wenn man die geĂŒbte Wirklichkeit in unserem Lande nicht völlig ausblenden will. SchĂ€uble wird sicher auf die Luther-Schrift âVon der Freiheit eines Christenmenschenâ verweisen, die damals fĂŒr viel Unruhe gesorgt hat, weil er die Knechtschaft des Volkes gegenĂŒber seinen Herren in Frage gestellt hat. Und ich hoffe, dass er auch den fundamentalen Ausspruch von Rosa Luxemburg nicht vergessen wird, der da heiĂt: âFreiheit ist immer Freiheit des Andersdenkenden.â
Wer sich opportun im Mainstream der politischen Korrektheit wohlfĂŒhlt, wird keine Schwierigkeiten haben, sich hier frei zu fĂŒhlen.
FlĂŒchtlingswelle nach Europa
An den Spiegel vom 8.9.2014 Asyl und FlĂŒchtlinge
Max Popp hat recht, wenn er sagt, dass es so nicht weiter gehen kann. Die Grafik zeigt die explodierende FlĂŒchtlingszahl aus den KrisenlĂ€ndern an, die in Europa ein besseres Leben erwarten. Die Hoffnung, von Popp, qualifizierten Menschen legale Wege nach Europa zu eröffnen, gibt es m.W. schon und wir brauchen diese auch aufgrund des dramatischen GeburtenrĂŒckgangs in Europa. Aber wie der Bericht zeigt, ist das ja nicht das Problem. Es kommen vor allem Unqualifizierte, die letztendlich soziale Probleme vielfĂ€ltiger Art machen.
Streiks der Priviligierten
Seite 4 der Ausgabe vom 2.9.14 meldet: âWarnstreik legt die Bahn lahmâ und berichtet von den Folgen fĂŒr die Menschen, die auf die Bahn angewiesen sind. FĂŒr die Betroffenen und sie Bahn Ă€rgerlich bis fatal. Nun sind Streiks zur Durchsetzung von arbeitsrechtlichen Forderungen durchaus legitim und durch die Vereinigungs- und Koalitionsfreiheit nach Art. 9 des Grundgesetzes geschĂŒtzt. Es kann aber nicht angehen, dass Streiks der Wenigen, die eine SchlĂŒsselstellung im Betrieb innehaben, fĂŒr sich ĂŒberhöhte Löhne und Privilegien durchzusetzen. Sie schaden dem ganzen Betrieb und fĂŒhren zu einer Entsolidarisierung der Arbeitnehmer.
Ein MĂ€dchen aus Gaza?
Ein Bild, exponiert auf der ersten Seite der Ausgabe vom 30.August 2014 zeigt ein vielleicht 6jĂ€hriges MĂ€dchen mit einer Kalaschnikow, grimmig und entschlossen dreinschauend. Die Bildunterschrift sagt, dass sie von den palĂ€stinensischen Al-Kuds-Brigaden unbarmherzig fĂŒr den Krieg rekrutiert worden ist. Ihre Kindheit wird dem Dschihad geopfert.
Der Wahrheitsgehalt dieses Bildes kann m.E. jedoch sehr bezweifelt werden, wenn man sich das Foto einmal genau betrachtet: Die Waffe wiegt 4,3 kg, munitioniert wohl an die 6-7kg. FĂŒr ein kleines MĂ€dchen viel zu schwer, um damit im GelĂ€nde auch noch agieren zu können. Die LĂ€nge des GestĂ€nges als Kolbenersatz ist viel zu lang fĂŒr das MĂ€dchen, sodass es das Gewehr gar nicht richtig fĂŒhren kann; noch weniger, wenn es den RĂŒckstoĂ beim Feuern aushalten soll. Noch interessanter ist der Hintergrund. Hier sieht man Passanten mit europĂ€isch aussehenden Schuhwerk und Bekleidung auf einer sauberen blau mit weiĂen Streifen glatten StraĂe. Wer die Bombardierungen durch die Israelis auf das Ghetto Gaza gesehen hat und die Bilder der verzweifelten Menschen, kann sich nicht vorstellen, dass diese Aufnahme dort gemacht worden ist. AuĂerdem haben die PalĂ€stinenser genĂŒgend verzweifelt entschlossene MĂ€nner aber lĂ€ngst nicht genug Waffen, um auch noch kleine MĂ€dchen zu rekrutieren. M.E. handelt es sich um ein gestelltes Foto von irgendwoher, nur nicht aus Gaza.
Die dpa, die solche Bilder verbreitet, handelt verantwortungslos. Die Zeitungen, die wiederum so was ohne PrĂŒfung auf ihren Wahrheitsgehalt begierig verbreiten, betreiben das GeschĂ€ft der Israelis, die mörderischen Angriffe auf eine hilflose, seit Jahrzehnten gedemĂŒtigte und unterdrĂŒckte Bevölkerung in PalĂ€stina zu rechtfertigen.
GrundsĂ€tzliches zur KĂŒrzung von Leserbriefen von 2005
Sehr geehrter Herr Westerweg,Â
mein Leserbrief war Ihnen zur Veröffentlichung zu lang â sagen Sie. Ich meine, daĂ er nicht zu lang gewesen ist, denn meistens muĂ man bei einem komplexen Thema dem Leser erst ein wenig Hintergrundwissen mitteilen, damit das eigene Anliegen fĂŒr diesen ĂŒberhaupt verstĂ€ndlich ist. Vor ein paar Tagen habe ich in den CN einen sehr kurzen Brief gelesen, mit dem ich nichts anfangen konnte, da er auf einen anderen Leserbrief bezug nahm, den ich aber nicht kannte. Daher ist es z.B. in einem solchen Fall immer angebracht, kurz den Inhalt oder die Aussage zu wiederholen.
NatĂŒrlich kann man bei den Vorgaben der Zeitung einen Leserbrief solange kĂŒrzen, daĂ er den Vorstellungen der Redaktion entspricht. Ob er dann aber verstĂ€ndlich ist, bleibt dahingestellt.
Ohne Kinder keine Zukunft v. 9.8.2005
Ohne Kinder keine Zukunft
Als ich kĂŒrzlich diverse SchulbĂŒcher meiner Söhne aussortierte, hielt ich auch ein Buch zur StaatsbĂŒrgerkunde der Kl. 10 in den HĂ€nden. Beim BlĂ€ttern fiel mir ein Abschnitt auf, mit der Ăberschrift:â Soll sich die Politik um die Familie kĂŒmmern?â Hier wurden zahlreiche Artikel aus Zeitungen und Parteiprogrammen aufgefĂŒhrt, die sich mit dem Thema beschĂ€ftigten. Titel wie âGeburtenzahl sinkt bedrohlichâ, âWarum Babys ausbleibenâ, âIst die Familie noch zu retten?â wurden heftig diskutiert.
Auch Zitate aus Programmen der Parteien des Bundestagswahlkampfes von 1976, in der FamilienunterstĂŒtzungen versprochen wurden, sind dort zu lesen.
Busch kontra Guido Knopp vom 6.5.2004
Nicht von mir, findet aber meine volle Zustimmung:
Aus den âCuxhavener Nachrichten vom 6.Mai 2004
Mythos Marlene
(ZDF, Di., 20.15 Uhr) Als Autoren der Dokumentation firmierten Matthias Unterburg und GĂŒnther Klein. Doch der Untertitel âDie Dietrich und das âDritte Reichâ machte schnell klar, woher der Wind weht: Wenn es um sein Lieblingsthema âDer böse, aber doch total faszinierende Hitler und die von ihm ins Verderben gefĂŒhrten Deutschenâ geht, lĂ€sst sich Guido Knopp nicht die Butter vom Brot nehmen. Und so eröffnete der ZDF-Chefhistoriker eine weitere Filiale seiner Geschichts-Systemgastronomie und servierte zu einem sattsam bekannten und ausdiskutierten Thema dĂŒrftige HĂ€ppchen in bombastischer Aufmachung. Um die nahe liegende Frage, wie sich das komplizierte VerhĂ€ltnis zu ihrem Vaterland auf Marlene Dietrichs nicht weniger kompliziertes Wesen ausgewirkt habe, ging es so gut wie ĂŒberhaupt nicht. Stattdessen gab es wie ĂŒblich bunt aufbereitete FĂŒhrer-Sammelbildchen und das finstere Raunen von Sprecher Christian BrĂŒckner. Hinzu tritt eine Kommentierung, die eine eindeutige Stellungnahme ebenso verweigert, wie sie komplexe Sachverhalte zu plumpen Schlagworten reduziert. Damit betreibt Knopp keine historische AufklĂ€rung, sondern geht am Abgrund der Volksverdummung mit jenen spazieren, die Geschichtsdarstellung im Fernsehen als flotten Zeitvertreib mit Gruselfaktor
begreifen.    Oliver Busch
Zuwanderung und die Folgen v. 12.8.2004
Leserbrief – auf Anforderung stark gekĂŒrzt
Folgen der EU-Erweiterung und Zuwanderung aus anderen Staaten
Sehr geehrte Damen und Herren,
aufgeschreckt bin ich durch eine Notiz in der CN vom 16. Juni, wonach lt. einer ĂuĂerung des Leiters des bekannten Ifo-Institutes, Hans-Werner Sinn, die EU-Osterweiterung aufgrund der FreizĂŒgigkeitsrichtlinie eine massive Einwanderung in den deutschen Sozialstaat nach sich ziehen wird. Nach 2010, wenn es die volle FreizĂŒgigkeit gibt, wĂŒrden bis zu 2,5 Mio. Menschen nach Deutschland einwandern.
Sinn, beschreibt dies in den vom Ifo-Institut herausgegebenen âStandpunktenâ (www.ifo.de):
Brief an Wowereit vom 25. MĂ€rz 2009

