Allgemein

MSC-Siegel fĂĽr Krabbenfischer? v. 31.7.17

Wie aus der Meldung vom 20.7. hervorgeht, ist beabsichtigt, der Krabbenfischerei ein MSC-Siegel fĂĽr nachhaltige Fischerei zu verleihen.

Die Bewerbung dazu laufen nach meinen Recherchen bereits seit über 1 ½ Jahren und nun ist offenbar von den Prüfern einen entsprechende positive Empfehlung gegeben worden.

Ich esse die Krabben auch sehr gern, verzichte aber seit zwei Jahren wegen der Knappheit und damit auch wegen des hohen Preises auf den Verzehr.

Schon letztes Jahr um diese Zeit wurde als Ursache für den Krabbenrückgang Wittlinge und Dorsche ausgemacht. Das ist aber wohl nur die halbe Wahrheit. Ich bin mehrfach zum Angeln auf die Außenelbe gefahren, habe aber fast keine Bisse gehabt, nur Krebse. Auch Angelkutter gibt es bei uns seit über 10 Jahren nicht mehr. Vielmehr dürfte die Ursache in den rigorosen Fangmethoden der starken holländischen Fischereifahrzeuge zu suchen sein, die ohne Rücksicht auch im Winter die Krabbe im tiefen Wasser verfolgen, wo normalerweise die deutschen Kutter diese schonen und im Hafen bleiben.

Wer selbst schon mal auf einem Krabbenkutter war und die Fischerei dort beobachten durfte, kann doch im Ernst nicht annehmen, dass es sich hierbei um eine nachhaltige Fangmethode handelt, die die Kriterien zur Verleihung eine MSC-Siegels auch nur ansatzweise erfĂĽllt. – Es ist leider eine Vernichtungsfischerei, wie sie weltweit auch bei den meisten Fischarten praktiziert wird: Mit dem schweren Geschirr wird der Untergrund „gepflĂĽgt“ und bei den kleinen Maschen wird alles in die Netze gespĂĽlt, was dort unten lebt. Das Watt als Kinderstube vieler Fischarten wird dort, wo der Kutter zieht, weitgehend von Lebewesen befreit. Beim Hieven des zentnerschweren Fanges werden schon die meisten von ihnen erdrĂĽckt, dann kommen sie auf das Sieb, werden minutenlang durchgerĂĽttelt, aussortiert und wieder auĂźenbords gespĂĽlt. Hunderte von Möwen, die man bei jedem fischenden Kutter beobachten kann, geben den toten oder betäubten Beifang den Rest.

Man versucht zwar, hier andere schonendere Fangmethoden zu entwickeln, aber es dürfte wohl noch eine Weile vergehen, wenn es denn überhaupt möglich ist.

Bis dahin wird es wohl dabei bleiben, dass der Krabbenfang eben keine nachhaltige Fischerei ist. Ihnen jetzt schon das MSC-Siegel zu verleihen, ohne dass die Nachhaltigkeitskriterien erfĂĽllt sind, sollte vermieden werden, damit nicht der Verdacht entsteht, dass die LizenzgebĂĽhren zur FĂĽhrung des Siegels bei der Zuerkennung eine Rolle gespielt haben.

Manfred Kuras


Meinungsfreiheit und Wirklichkeit v. 8.6.2016

Ich mag verdammen was du sagst, aber ich werde mein Leben dafĂĽr geben, dass du es sagen darfst.

Es ist klar, dass jeder, der einen Menschen, seinen Bruder, wegen dessen abweichender Meinung verfolgt, eine erbärmliche Kreatur ist. (beides von Voltaire)

Artikel 5 (1) des Grundgesetzes

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

„Art. 19, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen , Dezember 1948:

Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung; dieses Recht umfasst die Freiheit, Meinungen unangefochten anzuhängen und Informationen und Ideen mit allen Verständigungsmitteln ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.“

Und hier ein Bild auf der seit Monaten laufende Kampagne der Zeitungen:

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Was da oben steht, ist die Theorie, die Wirklichkeit sieht ganz anders aus.

Viele wissen das, aber sagen nur: „Wir können da sowieso nichts machen!“

Nun ja, wenn die meisten so denken, hat die Demokratie ihren Boden, auf dem sie aufbaut, schon verloren.

Ein Musterbeispiel aus eigener Erfahrung zeigt nachstehend, wie die Wirklichkeit aussieht:

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Des Kaisers neue Kleider vom 25.12.2015

Kunstsskandal

Wer kennt nicht das Märchen des dänischen Schriftstellers Hans-Christian Andersen über einen eitlen Kaiser, der sich von zwei Betrügern für viel Geld neue Gewänder weben lässt. Diese machen ihm vor, die Kleider seien nicht gewöhnlich, sondern könnten nur von Personen gesehen werden, die ihres Amts würdig und nicht dumm seien. Tatsächlich geben die Betrüger nur vor, zu weben und dem Kaiser die Kleider zu überreichen. Aus Eitelkeit und innerer Unsicherheit erwähnt er nicht, dass er die Kleider selbst auch nicht sehen kann und auch die Menschen, denen er seine neuen Gewänder präsentiert, geben Begeisterung über die scheinbar schönen Stoffe vor. Der Schwindel fliegt erst bei einem Festumzug auf, als ein Kind sagt, “der Kaiser ist ja nackt“ und sich diese Aussage in der Menge verbreitete und dies zuletzt das ganze Volk rief. Der Kaiser erkannte, dass das Volk recht zu haben schien, entschied sich aber, „auszuhalten“ und er und der Hofstaat setzen die Parade fort. (aus Wikipädia)

Dieses Märchen ist keines und wird im Kunstmarkt tagtäglich praktiziert und lässt sich trotz aller Offensichtlichkeit der Verarsche durch sogenannte oder selbsternannte Experten nicht wirksam entlarven. Verständlich, denn es stecken schon so viele Milliarden in diesem „Geschäft“, dass sich die damit zusammenhängende Kunstindustrie, die wertloses Gekritzel und sonstige „Performance-Aktionen“ als Kunst verkaufen, als Scharlatane und Betrüger outen müssten- und das werden sie nicht tun!

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Kinderbeeinflussung in Klaro-Safaro vom 28.3.2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

In den Nachrichten für Kinder –KlaroSafaro – vom 25.März wird der Tod von Beresowski behandelt, einem Rußland –Oligarchen und Milliardär, der seine Milliarden in der Zeit der Herrschaft von Boris Jelzin „gemacht“ hat, in der die Bevölkerung gedarbt hat. Jelzin hat neben Beresowski und anderen cleveren „Geschäftsleuten“ diesen ermöglicht, innerhalb kürzester Zeit sich die volkseigenen Betriebe und Bodenschätze Rußlands für wenig Geld unter den Nagel zu reißen und das Geld statt in der Heimat zu investieren ins Ausland verbracht. Putin hat diesem Treiben weitgehend ein Ende bereitet und ist natürlich bei diesen Leuten nicht sehr beliebt. Er hat das marode Rußland wieder politisch und wirtschaftlich stabilisiert. Die letzte Wahl hat er mit fast 64 % gewonnen und ist entsprechend anerkannt in der Bevölkerung.

In Ihrem Beitrag für die Kinder müssen diese den Bericht so verstehen, als hätte Putin einen Mordauftrag gegen Beresowski veranlasst, den Sie auch noch als politischen Asylanten bezeichnen.

Mit solchen Beiträgen vergiften Sie die Seelen der Kinder mit Lügen und Halbwahrheiten!

Ein Platz an der Sonne vom 31.3.2012

info@ard-fernsehlotterie.de

Sehr geehrter Herr Kipper,

sie schreiben mich wegen der Teilnahme an der Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“ an.

Anscheinend wird jedoch vor allem ein solcher für sich selber oder einer Ihrer Repräsentanten bereitgestellt:

Exemplarisch hierfür ist die Honorierung von Frau Monika Lierhaus in Höhe von 450.000 € jährlich für eine Nullleistung, denn sie kann sich ja nicht einmal normal artikulieren. Das ist mehr als der Bundeskanzler bekommt! Kein Vorwurf gegen Frau Lierhaus, wer würde ein solches Geschenk nicht annehmen?!

Das alles als öffentlich-rechtlicher Sender, wo sich die dort Beschäftigten – vor allem die Intendanten – auch die Taschen voll stopfen!. Trotzdem wird über Unterfinanzierung gejammert; man möchte noch mehr Gebühren. So nicht!

Man sollte der Fernsehlotterie die GemeinnĂĽtzigkeit entziehen, ob solcher Eskapaden!

Abwrackprämie vom 7.2.09

Leserbrief betr. die Autoabwrackprämie

 Sehr geehrte Damen und Herren,

 Die von der Bundesregierung hektisch verabschiedete Autoabwrackprämie in Milliardenhöhe zur Stützung der deutschen Auto- und Zuliefererindustrie ist m.E ein Schuß in den Ofen und führt nur zur weiteren Verschuldung.

Wer einen 9 Jahre alten Wagen fährt, der keine 2.500 € mehr wert ist, wird sich aller Wahrscheinlichkeit nur einen kleinen und hierbei meist ausländischen Neuwagen kaufen, weil der in der Regel billiger als deutsche Produkt ist. Es ist davon auszugehen, daß hier vornehmlich ausländische Automarken mit Schulden der BRD subventioniert werden. Einzig die Autohändler werden einen kurzfristigen Schub spüren. Nach Auslaufen der Förderung wird eine umso größere Leere in den Verkaufsräumen sein, weil der Autokauf nur vorgezogen wurde.

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Der 20. Juli 1944 und die Allierten von 2007

An: redaktion@focus.de
Cc: Peter.Hoeres@geschichte.uni-giessen.de
Betreff: Focus Nr. 39/2007 – Essay Absolutes Stillschweigen

www.focus.de/politik/deutschland/essay-absolutes-stillschweigen_aid_220778.html (untenstehend)

Die Alliierten hatten kein Interesse an einem Erfolg Stauffenbergs

Sehr geehrte Damen und Herren

Vielen Dank an Peter Hoeres für seinen Beitrag. Hier hat endlich einer unvoreingenommen und ohne Rücksicht auf political correctnes recherchiert und Ihnen gebührt mein Dank, daß sie es auch veröffentlicht haben. Das ist heutzutage nicht selbstverständlich.

Man müßte mal unter Öffnung der immer noch geheimen Akten der Alliierten untersuchen, was wohl gewesen wäre, wenn das Attentat geglückt und die Verschwörer die Regierung übernommen hätten, wenn sie denn die bedingungslose Kapitulation akzeptiert hätten, wäre m.E. der Rest der Wehrmacht in Kriegsgefangenschaft gegangen – mit den bekannten Folgen , siehe Rheinwiesen.

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Kulturhoheit – fatal v. 29.9.2007

Sehr geehrte Damen und Herren

Auf der Titelseite vom 28. September  unter der Überschrift „Setzen 6! Schulbücher voller Fehler“ haben Sie ein Thema angeschnitten, daß seit Jahrzehnten die Menschen in Deutschland belastet: der Föderalismus. Diese uns von den Siegermächten aufgezwungene Aufteilung des Bundes in Länder zur Schwächung Deutschlands wird von den Politikern mit Zähnen und Klauen verteidigt. Die Motivation ist jedem bekannt. Schließlich hängen ca. 40.000 nicht schlecht bezahlte Stellen für Politik und Administration – nicht gemeint sind die notwendigen Dienste wie  z.B. Polizei und Lehrer – vom  Bestehen der Länder ab.

Vor allem die alleinige Kulturzuständigkeit führt zu dramatischen Folgen für die Kinder bei Wohnungswechsel in ein anderes Land. Auch daß wir lt. Pisastudien gegenüber den anderen Industrieländern ins Hintertreffen geraten, daran ist dieses System ebenfalls mitschuldig. Außerdem gehen die Kosten dieses Unsinns in die Zig-Milliarden jährlich. Es finden zwischen den Terminen der Bundestagswahl bald jedes Jahr Landtagswahlen statt, die ein kontinuierliches Regieren und politisches Handeln sehr erschweren. Fast 80 % aller Gesetzesvorhaben werden ohnehin von der EU getroffen, sodaß für den Bund tlw. nur noch Ausführungsgesetze übrig bleiben; für die Länderparlamente nur noch Aufgaben, die auch ein Regierungspräsident erledigen könnte. Aber weil sie in der Kultur das Sagen haben, kommen hier die fatalen Folgen für unsere Kinder voll zum Tragen. Die Absicht der Siegermächte ist voll aufgegangen.

Mit freundlichen GrĂĽĂźen

 

Manfred Kuras

Fritz-Reuter-StraĂźe 83

27474 Cuxhaven

Tel. u. Fax: 04721/33783

Ackermann-Affäre vom 29.11.2006

Leserbrief betr. die Ackermann-Affäre

 

Sehr geehrte Damen und Herren

 

„Bankchef biegt mit Millionen Urteil ab“ und Punktsieg für den mächtigsten Banker“, so lauten die Überschriften.

Die jahrelangen Bemühungen der Verteidiger von Ackermann haben nunmehr Erfolg gehabt und der Herr und seine Komplizen kommen wahrscheinlich mit Hilfe der Staatsanwaltschaft und der Richter mit Peanuts-Zahlungen um eine gerechte Verurteilung herum. Es riecht hier gewaltig nach Korruption. Man müßte doch mindestens so viel abschöpfen, wie hier ungerechtfertigte Vorteile gezahlt worden sind und eine drastische- möglichst Haft- Strafe müßten die Gesetze vorsehen.

Schuld, daĂź es nicht so ist, sind in erster Linie die Gesetzgeber, also die Abgeordneten und die Justiz, nicht die Verteidiger, deren Job es ist, auch den schlimmsten Verbrecher freizubekommen!

Aber was sagte schon Brecht ganz richtig:“ Was ist ein Banküberfall gegen die Gründung einer Bank!“

 

Grundsätzliches zur Kürzung von Leserbriefen von 2005

Sehr geehrter  Herr Westerweg, 

mein Leserbrief war Ihnen zur Veröffentlichung zu lang – sagen Sie. Ich meine, daß er nicht zu lang gewesen ist, denn meistens muß man bei einem komplexen Thema dem Leser erst ein wenig Hintergrundwissen mitteilen, damit das eigene Anliegen für diesen überhaupt verständlich ist. Vor ein paar Tagen habe ich in den CN einen sehr kurzen Brief gelesen, mit dem ich nichts anfangen konnte, da er auf einen anderen Leserbrief bezug nahm, den ich aber nicht kannte. Daher ist es z.B. in einem solchen Fall immer angebracht, kurz den Inhalt oder die Aussage zu wiederholen.

Natürlich kann man bei den Vorgaben der Zeitung einen Leserbrief solange kürzen, daß er den Vorstellungen der Redaktion entspricht. Ob er dann aber verständlich ist, bleibt dahingestellt.

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