China macht nationale Familienpolitik

Sehr geehrte Damen und Herren,
Neuer Leserbrief m.d.B.u.K.
Wie berichtet wurde, hat China seine Ein-, -bzw. Zwei-Kind-Politik nun-mehr korrigiert und drei Kinder pro Famile erlaubt.
Die vor 40 Jahren eingef├╝hrte Ein-Kind-Politik war seinerzeit ein verzweifelter Akt, gegen die Hungersn├Âte und das Bev├Âlkerungswachstum. Das war mit Leid und Repressionen f├╝r die Betroffenen verbunden. Inzwischen hat China jedoch durch die Lockerung der kommunistischen Doktrin und Zulassung privatwirtschaftlichen Systemen einen derartigen wirtschaftlichen Aufschwung genommen, der m.E. noch ├╝ber dem des ÔÇ×WirtschaftswundersÔÇť hinaus geht. Deswegen konnte 2015 auf eine 2-Kind- und jetzt auf die 3-Kind-Politik gewechselt werden. Da es aber statistisch zur Erhaltung des Bev├Âlkerungsstandes je Frau 2,3 Kinder bedarf, sind bereits im Vorfeld zahlreiche Lockerungen, vor allem in l├Ąndlichen Gebieten erfolgt. Der wachsende Wohlstand und die Arbeitsmarktpolitik haben schon von sich aus daf├╝r gesorgt, dass auch ohne diese Ma├čregelungen wesentlich weniger Kinder als vor 40 Jahren geboren wurden. Um dem 3-Kind-Ziel zum Erfolg zu verhelfen, hat man zahlreiche Unterst├╝tzungsma├čnahmen f├╝r Familien beschlossen. Wie ich die chinesische Regierung einsch├Ątze, wird man sehr genau beobachten, ob diese Neuregelungen greifen und wird ggf. nachsteuern. Sie wird nicht versuchen, die Bev├Âlkerung durch Einwanderung auszugleichen.
Die chinesische Regierung betreibt dem Namen nach als ÔÇ×kommunisti-scheÔÇť Ein-Parteien-Herrschaft eine nationale Politik, die im Interesse der Nation alle Wirtschaftsformen zul├Ąsst, wenn es denn den Interessen Chinas dient. Dies unterscheidet sie im Wesentlichen von vielen europ├Ąischen Demokratien, insbesondere von Deutschland. Vielleicht sollte die deutsche Regierung sich ein Beispiel nehmen, die deutsche Bev├Âlkerung zu mehr Kinderfreundlichkeit aufzurufen und mit entsprechenden Unterst├╝tzungen helfen. Sie sollte die Bev├Âlkerung aufkl├Ąren, wohin die bisherige Bev├Âlkerungspolitik der Zuwanderung kulturfremder und bildungsferner Menschen in die hiesigen Sozialsysteme f├╝hrt.

 

Mit freundlichen Gr├╝├čen
Manfred Kuras