Europa

Ehrlichen Frieden fordern v. 7.3.22

Ich war wĂŒtend, als ich sah, dass bei den Paralympics die Behinderten aus Russland und Weißrussland nicht in das Stadion einmarschieren und an den WettkĂ€mpfen teilnehmen durften. Was können diese Menschen dafĂŒr, dass sich die Politik wieder mal in den Sport einmischt und völlig unschuldige Menschen bestraft, die sich vier Jahre lang auf diese Wettbewerbe vorbereitet haben? Auch andere Kulturschaffende werden genötigt, sich von ihrem eigenen Volk zu distanzieren oder sie werden brotlos. Aber die Propaganda gegen die Russen lĂ€uft ja auf allen KanĂ€len des Westens seit mehr als zwei Jahrzehnten wie geschmiert.

Der Zeitungsausschnitt der CN vom 4./5. 12.2021 im zweiten Teil zeigt die Motive der USA und der NATO deutlich auf.

Wie schon immer, können sich die Herrschenden auf die Unwissenheit und das kurze GedÀchtnis des Volkes verlassen und diese zu Protesten in ihrem Sinne mobilisieren. Diese Demonstrationen sollten sich aber vor allem gegen die Verursacher dieses tragischen Geschehens, nÀmlich die NATO und die USA wenden und von denen endlich ein Einlenken auf die berechtigen Forderungen Russlands verlangen. Frieden in Europa gibt es nur mit und nicht gegen Russland. Dieses Credo war bis vor kurzem noch Konsens fast aller europÀischen Politiker.

Inzwischen hat sich infolge des Einmarsches der Russen in die Ukraine diese Übereinstimmung ins Gegenteil gewandelt. Man hat zwar absolut nichts, aber auch gar nichts getan, den berechtigten WĂŒnschen der Russen fĂŒr ihre eigene Sicherheit entgegenzukommen, sondern sie nur mit endlosen und ergebnislosen GesprĂ€chen hingehalten.

Inzwischen hat man die Ukrainer in dem Glauben gelassen, dass sie bald in die EU- und damit an geschĂ€tzten ca. 30 Mrd. jĂ€hrlichen Geldern – profitieren können, wenn sie sich nur feindlich gegen Russland verhalten und zudem in die NATO streben. Die EuropĂ€er haben nur Nachteile von dieser Handlungsweise und große Verluste durch die Sanktionen, wĂ€hrend die USA nur minimal betroffen ist.

Die NATO hat das freundliche ukrainische Volk in Geiselhaft genommen und tut so, als wĂŒrde man ihnen mit Waffen helfen, dabei wissen die Politiker, dass damit das Leiden der Menschen dort nur verlĂ€ngert und verschlimmert wird. Russland wird seine erklĂ€rten Ziele erreichen, das wurde klar erklĂ€rt. Der bislang relativ wenige Opfer geforderte Krieg könnte sich durch die Durchhalteparolen der ukrainische Regierung und Waffenlieferungen des Westens schnell erhöhen. Deutschland hat immer gesagt, dass es in Krisengebiete keine Waffen liefern wĂŒrde. Nunmehr tut sie es und ist damit m.E. Kriegspartei.

Scholz und Merz machen einen auf dicke Hose und werden von unseren Medien gefeiert. Sie bringen damit Deutschland in Gefahr, ohne RĂŒcksicht auf die Bevölkerung: Keine Bunker, kein Zivilschutz, keine verteidigungstaugliche Bundeswehr; nicht mal Sirenen sind ausreichend vorhanden. Aber trotzdem wĂŒste Beschimpfungen und Beleidigungen der russischen FĂŒhrung. Das trĂ€gt nicht gerade zur Deeskalation bei, sondern zeigt eher in Richtung Krieg mit Russland. Auch die Sanktionen sind teilweise so feindlich und rigoros, als wenn der Krieg schon ausgebrochen wĂ€re.

Die AnkĂŒndigungen von Scholz, FlĂŒssiggas zu importieren, die Bundeswehr mit 100 Mrd. zu versorgen, Nordstream II auf Eis zu legen und zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukt fĂŒr Verteidigung ausgeben zu wollen, hat natĂŒrlich vor allem in den USA fĂŒr Begeisterung gesorgt. Die RĂŒstungsindustrie und Fracking-Gas-Hersteller sind sehr zufrieden. Auch der US-PrĂ€sident erhĂ€lt fĂŒr seine Haltung und markigen Worte gegen Russland Staendig-Ovation im Capitol. Dies braucht er auch, weil er innenpolitisch angeschlagen ist.

Ein atomare Auseinandersetzung ist nicht auszuschließen. Die Anmerkung im Börsenbericht, dass sich außereuropĂ€ische Investoren aus Europa zurĂŒckziehen, gibt zu denken. Die USA und Russland haben schon ihr rotes Telefon aktiviert, damit nicht aus Versehen ein Atomkrieg ausbricht. Die Verantwortlichen bringen uns alle – m.E. – ohne Not in Lebensgefahr!

Manfred Kuras

 

 

Kriegsangst vom 19.2.22

 

Anstatt froh zu sein, dass der Warschauer Pakt zerfiel und der Kalte Krieg 1989 beendet war, versucht die NATO seit 1990 unter FĂŒhrung der USA Russland militĂ€risch einzukreisen und wirtschaftlich zu schaden, um das Land zu dominieren. (Dazu habe ich mich schon ausfĂŒhrlich auf meiner Homepage ausgelassen.)

Nunmehr hat sogar der Spiegel in seiner Ausgabe vom 12.2.22 auf Seite 28 und 29 ziemlich objektiv beschrieben, wie Russland schon seit ĂŒber 30 Jahren vom Westen hintergangen wurde. (ansonsten gehört der Spiegel auch zu den Kritikern Russlands).Eine wichtige AufzĂ€hlung der Fakten, die offenbar bei den Teilnehmern der „Sicherheitskonferenz“ in MĂŒnchen unbekannt sind oder böswillig ignoriert werden. Nach Stoltenberg gehört nunmehr auch Baerbock zu den Scharfmachern. Man glaubt, dass man Russland mit weiteren Sanktionen drohen und mit nutzlosen GesprĂ€chen ohne den geringsten Fortschritt solange hinhalten kann, bis sich die militĂ€rische Lage durch AufrĂŒstung der Ukraine, Aufstellung weiterer Raketen und Truppenverlegungen an die Ostseite der NATO zuungunsten Russlands verschlechtert und Putin klein beigeben wird. Ich bin davon ĂŒberzeugt, dass das nicht passieren wird – und dafĂŒr habe ich VerstĂ€ndnis. WofĂŒr ich kein VerstĂ€ndnis habe und sich mein GefĂŒhl fĂŒr Gerechtigkeit und friedvolles Zusammenleben der Völker strĂ€ubt, ist die Arroganz und die RĂŒcksichtslosigkeit der NATO-Mitglieder, die sich weigern, berechtigte Interessen und Forderungen Russlands ĂŒberhaupt erörtern zu wollen.

Kann man denn nicht die BetrĂŒgereien und HinterhĂ€ltigkeiten des Westens beenden und den maßvollen WĂŒnschen Russlands entgegenkommen? Dann verliert man doch nicht sein Gesicht, sondern eröffnet eine neue vertrauensvolle Ära fĂŒr die Sicherheit Europas. Wenn man jedoch einen vom Westen angezettelten Krieg –und das wĂ€re er zweifellos – riskiert mit allen seinen Folgen, dann ist die bessere Option die VerstĂ€ndigung mit Russland fĂŒr Europa und die Welt.

Die Welt steht eventuell am Abgrund und ich frage mich, wo bleiben die Demonstrationen der Friedensbewegung? Hier wĂ€re wirklich eine große ĂŒberparteiliche Massenbewegung erforderlich, um die Hasardeure in den Regierungen zu zwingen, ihrer Verantwortung nachzukommen, nĂ€mlich fĂŒr ihr Volk dazusein. 

Manfred Kuras

Bedrohung der Menschheit vom 2.2.2022

Hoffentlich ĂŒbertreibe ich, aber da bin ich mit dem ehem. Generalinspekteur der Bundeswehr Kujat und mit Gregor Gysi einig, dass ein Krieg in Europa letztendlich die Gefahr trĂ€gt, in einen Atomkrieg zu enden, der die ganze Menschheit in Gefahr bringt. 

Trump hat anfangs seiner PrĂ€sidentschaft gesagt, dass die NATO obsolet, also ĂŒberholt ist und durch den Zerfall des Warschauer Paktes seine Aufgabe erfĂŒllt hat. Dies war richtig und alle beteiligten Völker haben das begrĂŒĂŸt. Aber GeschĂ€ftemacher in den USA und deren hörige Politiker dort, die durch horrende Spenden in ihre Positionen gekommen sind, haben hier eine Möglichkeit gesehen, Russland zu destabilisieren und an die russischen BodenschĂ€tze zu kommen. Das ist m.E. die Ursache des Konflikts.

Die Regierungen der USA und auch Englands haben schon im 19. Jahrhundert China in drei Opiumkriegen und Japan mit militĂ€rischen Mitteln ihren Willen aufgezwungen, um Profite zu machen, Latein- und SĂŒdamerika teilweise ĂŒberfallen oder mit ihren Food-Companies ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Wer sich wehrte, der wird mit Sanktionen belegt, um diese LĂ€nder in die Knie zu zwingen. So sind auch heute noch z.B. Kuba, Venezuela, Syrien, Iran und auch Russland davon betroffen. Die Wirtschaft dieser LĂ€nder und damit vor allem die Menschen leiden darunter, weil nicht nur der wichtige Handel mit den USA erlischt, sondern auch mit allen anderen LĂ€ndern, die mit den USA Handel treiben wollen. Diese werden gezwungen, sich den Sanktionen anzuschließen oder sie werden ebenfalls mit dem US-Bann belegt. Die USA und im Schlepptau auch einige NATO-Staaten haben sich mit bewusst falschen Anschuldigungen in den Vietnamkrieg, den ersten und zweiten Irak-Krieg, den Krieg gegen Serbien und auch in den Libyen- und Syrienkrieg eingemischt bzw. ihn erst eröffnet. Die Folgen haben die Menschen vor Ort und auch wir auszubaden (FlĂŒchtlinge und Terror).

Bekanntlich hat sich die NATO entgegen den Zusagen immer mehr der russischen Grenze genĂ€hert Die USA haben Mittelstreckenraketen in RumĂ€nien und Polen stationiert, die angeblich gegen Raketenangriffe des Iran schĂŒtzen sollen. Sie haben in den baltischen Staaten Panzereinheiten stationiert und haben FlottenverbĂ€nde ins Schwarze Meer geschickt. In der Ukraine haben sie die Menschen dort mit Versprechungen auf bessere Zeiten (EU-Mitgliedschaft) aufgehetzt und einen Putsch angezettelt, und die demokratisch gewĂ€hlte Regierung vertrieben. Die neue Regierung hat den Mietvertrag fĂŒr den Hafen Sewastopol, der Heimathafen der Schwarzmeerflotte Russlands in Frage gestellt, was zur Annexion der Krim fĂŒhrte. Der große russische Bevölkerungsteil der Ukraine wurde von der nationalistischen Regierung diskriminiert, die Folge ist der Aufstand im Donbass. Wie im ORF zu vernehmen war, wird seitens der ukrainischen Regierung das Minsker Abkommen nicht umgesetzt. Man hat zudem ein Sprachengesetz gemacht, das die russische Sprache unterdrĂŒckt. Davon ist in den westlichen Medien auch nichts zu hören. Solches Fehlverhalten wird seitens der NATO ignoriert, man setzt ausschließlich auf Konfrontation gegen Russland, anstatt die Kiewer Regierung zu rĂŒgen. Man rĂŒstet die Ukrainer mit Waffen auf und schickt „Berater“, um sie zu schulen. Es fragt sich, wie lange Moskau sich das Treiben noch ansieht, ohne zu reagieren. Die Ukrainer sind liebenswĂŒrdige Menschen, wie ich es selbst in Ägypten erfahren durfte. Die wollen in Frieden leben wie auch wir. Aber die Konflikte entstehen durch die Politiker, die zusammen mit ihren Helfershelfern in den Medien die Bevölkerung aufhetzen mit Verschweigen, Halbwahrheiten und LĂŒgen. Ich frage mich, was haben wir als Deutsche mit den ukrainischen Problemen zu tun? MĂŒssen wir uns vor dem US-Karren spannen lassen, wo die doch schon genug Unheil auf der Welt angerichtet haben?! Wollen wir wieder in einen Krieg hineinschlittern, der diesmal fĂŒr die Menschheit und die Umwelt unabsehbare Folgen haben wird? Es geht doch letztlich nur um die berechtigte Forderung Russlands, dass nicht noch weitere Staaten in die NATO aufgenommen werden. Dem können wir doch zustimmen, denn wir haben die Russen schon genug betrogen!

Der erste GeneralsekretĂ€r der NATO sagte damals: „Die Aufgabe der NATO besteht darin, die Amerikaner drinnen, die Russen draußen halten- und die Deutschen am Boden.“ Dort befinden wir uns anscheinend immer noch, denn wir sind willfĂ€hrige ErfĂŒllungsgehilfen der USA-Administration. Das muss aufhören!

Ich möchte , dass die Welt nicht untergeht!

Manfred Kuras

Schwarzer Tag fĂŒr Deutschland und das Klima v. 2.1.22

 

Der CN-Artikel vom letzten Tag des Jahres 2021 berichtet ĂŒber die Abschaltung von drei Atomkraftwerken, die sich alle in einem guten Zustand befinden. Das ist ein schwarzer Tag fĂŒr Deutschland und den Klimaschutz! Nicht nur, dass hier Volksvermögen in Milliardenhöhe vernichtet wird, sondern auch, dass dies ein Anschlag auf das Klima bedeutet, denn COÂČ wird beim Betrieb nicht emittiert.

Deutschland als selbsternannter Vorreiter fĂŒr den Klimaschutz stellt sich selbst ein Bein. Dazu kommt der völlig unnötige Abbruch der AKW’s mit derzeit 1000 Millionen € Kosten pro StĂŒck. Bleibt uns nur noch die Hoffnung, dass sich Frankreich mit seiner Priorisierung der Atomkraft in der EU durchsetzt und diese Stromerzeugung als nachhaltig klassifiziert wird. Dann bezahlen wir die neuen AKW’s Frankreichs mit. Die ĂŒberwiegende Mehrheit der Wissenschaftler halten die Stromerzeugung aus Uran fĂŒr wichtig und richtig.

Und sogar die BundesbĂŒrger beginnen umzudenken; jeder zweite Deutsche ist fĂŒr die VerlĂ€ngerung der Laufzeiten. Das Problem der Endlagerung ist lösbar, wie das Beispiel Finnland zeigt. Die benutzten Brennelemente haben nur ein Teil ihrer Energie abgegeben und könnten durch die fortschreitende Technik wieder aktiviert werden, Strom erzeugen und dabei strahlungsfrei werden; wir sollten die daher sorgfĂ€ltig lagern, damit sie ggf. wieder hervorgeholt werden können.

Aber wenn Ideologie die Politik regiert, kann das zu keinem guten Ergebnis fĂŒhren. Und hier möchte ich dem Nachrichtenchef der CN zitieren, auch wenn er eine andere Klientel im Auge hatte: „Der Verstand: Meinung ersetzt Fakten und Wissenschaft spielt fĂŒr einen Teil der Menschen keine Rolle mehr. Man muss nicht alles verstehen, was Wissenschaftler sagen, sich aber im Kopf sein ureigenes faktenfreies Weltbild zusammenzuzimmern ist auch nur der Versuch der Hohlraumversiegelung.“ Bei der Energie- und Klimapolitik der regierenden Politiker drĂ€ngt sich bei mir dieser Eindruck auf.

Manfred Kuras

Das Ende der Zigeunersoße

 

Am 1.2. las ich die obige Kurzmeldung in der Tageszeitung  und wurde neugierig, was da gelaufen ist. In der Mediathek vom WDR holte ich mir die Sendung, doch bevor ich sie aufrufen konnte, war vorab ein Vorwort, des WDR, wonach diese sich, wie oben im Zeitungsausschnitt zu lesen ist, fĂŒr den Verlauf entschuldigten.

Ich habe mir die Sendung angesehen – sie ist auch heute noch abrufbar – und war auch sehr angetan davon, dass alle Beteiligten ihre Meinung zu verschiedenen Themen frank und frei gesagt haben. Das war erfrischend!

Im Stillen habe ich mir aber gedacht, wenn das man gutgeht?!

Denn aus Erfahrung weiß ich ja, dass vor allem im öffentlich rechtlichen Fernsehen nur politisch korrekte Antworten genehm sind, wenn man dort zukĂŒnftig noch auftreten will. Man möchte ja auch nicht seinen Job und damit seinen Broterwerb verlieren.

Es ging darum, ob man noch „Zigeunersoße“ sagen darf oder ob das diskriminierend sei. Die Teilnehmer in der Runde haben sich zu diesem Thema ausfĂŒhrlich und engagiert geĂ€ußert. Sie sind letztendlich einstimmig zu dem Schluss gekommen, dass dieses Wort zum deutschen Sprachschatz gehört und keineswegs abwertend anderen Menschen gegenĂŒber sei.

Der darauf von entsprechenden Foren inszenierte Shitstorm gegen die Teilnehmer fĂŒhrte dann dazu, dass sich diese und auch der Sender entschuldigten.

Dass wahrscheinlich ĂŒber 90% der Bevölkerung durchaus der gleichen Meinung wie die Teilnehmer sind und kein vernĂŒnftiger Mensch bei dem Wort „Zigeunersoße“ irgendeine Diskriminierung vorhat, interessiert die kleine aber rĂŒhrige Gemeinde von teilweise berufsmĂ€ĂŸigen Betroffenheitsfanatikern nicht, die offenbar die MeinungsfĂŒhrerschaft anstrebt; nein, sie hat sie bereits! Und wer davon abweicht, wird inquisitorisch verfolgt. Genauso gut könnte man die Wörter „Berliner“, „Hamburger“ oder „Frankfurter“ als verpönt bezeichnen, aber darauf kommen die Betreffenden nicht.

Man will sĂ€mtliche Kritik an den Roma verbieten und wenn sie noch so berechtigt ist; vor allem wohl in Bezug auf die Einwanderung aus RumĂ€nien und Bulgarien, seit diese in die EU aufgenommen wurden und somit FreizĂŒgigkeit in den deutschen Arbeitsmarkt genießen. In aller Regel handelt es sich jedoch um die Einwanderung in das deutsche Sozialsystem.

 

Manfred Kuras

Mogelpackung Öko-Wende v. 2.11.2020

 

Wer in diesem Sommer mit dem Auto unterwegs war, wird erfreulich – aus Sicht des Autofahrers – bemerkt haben, dass die Zahl der Insekten an seiner Frontscheibe deutlich weniger waren als in den letzten Jahren oder Jahrzehnten. Man fĂ€hrt teilweise lange Strecken zwischen hochgewachsenen Maisfeldern als Monokulturen hindurch. Sieht die Spuren auf den AckerflĂ€chen, die von DĂŒnger- und Giftausbringung zeugen. Kein Unkraut stört das ungehemmte Wachstum. Wiesen sind manchmal auch rotbraun, ein Zeichen, dass Gift zur Tötung des Grases zwecks Umwandlung zu Ackerland, vornehmlich Mais, ausgebracht wurde.

FrĂŒher waren in unserem kleinen Garten in der Hecke immer Amselnester und im VogelhĂ€uschen Meisen. Das ist seit einigen Jahren vorbei. Auch der Gesang der Vögel im FrĂŒhjahr und Sommer ist spĂ€rlicher geworden.

Alles diese negativen Erscheinungen sind vor allem auf die Politik, vor allem die EU-Agrarpolitik zurĂŒckzufĂŒhren, die ohne RĂŒcksicht auf Natur und Umwelt maximalen Gewinn in kurzer Zeit fĂŒr die Nutznießer fördert.

Vor allem die Subventionierung der AgrarflĂ€chen hat zur Beseitigung von BaumflĂ€chen gefĂŒhrt, die danach durch Austrocknung zu WĂŒsten wurden, wie ein Fernsehbeitrag ĂŒber Portugal dokumentiert. ZuschĂŒsse fĂŒr GĂŒlletanks und Massentierhaltung lassen ÜberschĂŒsse großen Ausmaßes entstehen, die Grundwasser und Boden verderben, aber artgerechte Haltung wird verhindert und TierquĂ€lerei wird geduldet, Hauptsache die Kasse klingelt. Da aber die Tierhaltung in diesem Ausmaß nicht aus dem eigenen Boden möglich ist, werden z.B. jedes Jahr ca. 3 Mio. Tonnen Soja eingefĂŒhrt, wohl wissend, dass dafĂŒr UrwĂ€lder brandgerodet werden. Auch fĂŒr andere Produkte, wie z.B. Palmöl und Kakao werden UrwĂ€lder vernichtet, die Tierwelt reduziert und der Klimawandel beschleunigt.

Die von der attraktiven Ministerin Klöckner verkĂŒndete Öko-Wende in der Agrarpolitik ist nicht der Durchbruch zu einem Wandel in der EU-Agrarpolitik, sondern eine Verfestigung auf weitere sieben Jahre; die Mini-Korrekturen sind AbsichtserklĂ€rungen; die Umsetzung bleibt abzuwarten. Diese Politik dient nicht den Menschen, sondern ist reiner Lobbyismus zugunsten der GrundeigentĂŒmer.

Der Redakteur Thomas Sassen hat in seinem Kommentar vom 24.10.2020 die EU-BeschlĂŒsse trefflich beschrieben und gegeißelt.

 

 

GrĂŒne gegen Atomkraft vom 18.3.2020

Die GrĂŒnen in Cuxhaven haben den Jahrestag der Fukushima-Katastrophe zum Anlass genommen, eine „Mahnwache“ abzuhalten, an der 11 Personen teilgenommen haben.

Unter anderem plĂ€dierten die GrĂŒnen fĂŒr die schnelle Abschaltung aller AKW`s und die Förderung von Energie aus Wasser, Wind und Sonne.

Die Katastrophe war bekanntlich durch einen Tsunami ausgelöst, der die Notstromaggregate unter Wasser und außer Funktion gesetzt hat. Bei uns undenkbar.

Obwohl zwei Jahre vorher die Laufzeiten der sichersten AKW`s der Welt in Deutschland verlĂ€ngert worden sind, hat die Bundesregierung 2011 unter Merkel gepanikt, die Laufzeiten gekĂŒrzt und diese zu einem schnelleren Aus per Gesetz genötigt. Eine Meisterleistung der Propaganda, vor allem der GrĂŒnen, weil dies ohne großen Widerstand der Betreiber und der Bevölkerung vonstatten ging.

Weiterlesen

Offener Brief an Pastorin Annette Behnken v. 11.3.2020

Jens JĂŒrgen Potschka ist ein guter Lokalreporter. Er hat so wie ich das Wort zum Sonntag der evangelischen Pastorin Annette Behnken in der ARD gesehen – zu lesen in der ARD-Mediathek- und den Beitrag kommentiert. Ich habe einen offenen Brief an Frau Behnken verfasst, der zu anderen Schlussfolgerungen kommt:Zum VergrĂ¶ĂŸern klicken.

Verehrte Frau Behnken,

am Samstag habe ich Ihr „Wort zum Sonntag“ gesehen.

Sie sind der Erscheinung nach eine attraktive Frau und die 51 Jahre sind Ihnen nicht anzusehen. Ihre Sprache und Ihr Auftreten sind durchaus beeindruckend.

Ich habe den Text Ihrer Ansprache vor mir und möchte Ihnen meine Gedanken dazu sagen:

Ihr Eintreten fĂŒr notleidende Menschen auch bei anderen BeitrĂ€gen ist im Prinzip lobenswert und zu unterstĂŒtzen, aber leider in diesem Fall nicht zu Ende gedacht. Die Immigranten an der tĂŒrkisch-griechischen Grenze sind keine FlĂŒchtlinge, sondern schon lange in der TĂŒrkei lebende Menschen aus verschiedenen moslemischen Staaten, die dem Aufruf Erdogans gefolgt sind und sich in der EU ein besseres Leben erhoffen. Von denen, die es bislang geschafft haben, wissen sie es. Einen Asylanspruch haben sie nicht.

Weiterlesen

Grundwasser und Bauern vom 4.4.2019

Wenn man mit dem Zug fĂ€hrt und sich die Landschaft anschauen kann, sieht man auf den sich grĂŒnenden Feldern die Radspuren der Trecker, die die Ansaaten mit Herbi- und Insektiziden und DĂŒngern besprĂŒhen und bestreuen.

Die Ernten sind entsprechend reichlich und die Lebensmittel billig

Viele Wiesen sehen gelb aus; sie sollen wohl zu Acker umgewandelt werden, deswegen sind sie mit Pflanzenvernichtungsmittel besprĂŒht worden.

In vielen Gegenden in Deutschland ist der Boden und vor allem das Grundwasser geschĂ€digt worden. In der Vergangenheit hat man ohne RĂŒcksicht auf die schadlose AufnahmefĂ€higkeit der Pflanzen und FlĂ€chen um des schnellen Profites willen Raubbau betrieben. Die Folgen sind ĂŒberall spĂŒrbar: Es gibt immer weniger Insekten und Singvögel.

Nun hat die EU Deutschland ermahnt, endlich die Vorgaben der neuen DĂŒngemittelverordnung   umzusetzen. M.E. endlich mal eine gute Sache, die man von dort hört.

Weiterlesen

Angst vor dem Atomkrieg v. 15.2.19

Der Aufmacher in den Cuxhavener Nachrichten „ Die Angst vor dem Atomkrieg“ scheint kaum einen zu interessieren, denn sonst wĂŒrden wie in den 60er/70er- Jahren das Volk auf die Straße gehen und gegen das „SĂ€belrasseln“ (Originaltext BundesprĂ€sident) der NATO gegen Russland protestieren.

Es sind ausschließlich die Politiker und deren HintermĂ€nner/frauen, die das Volk aufhetzen und ohne triftigen Grund die Vernichtung Europas in Betracht ziehen und riskieren. Die USA glaubt nĂ€mlich, dass sie selbst davon nicht betroffen sein wird. Sie liebt Stellvertreterkriege ohne RĂŒcksicht auf das Leid der betroffenen Menschen. Die USA sind bei genauer Betrachtungsweise aus den beiden Weltkriegen immer als Fettauge hervorgegangen. Dieser Umstand erhöht die Gefahr einer unkontrollierbaren Katastrophe.

Es mag durchaus stimmen, dass Russland landgestĂŒtzte Mittelstreckenraketen, die atomar bestĂŒckt werden können, entwickelt.

DarĂŒber muss man reden und zweifelsfreie Erkenntnisse haben. Aber durch die aggressive Verhaltensweise der USA und NATO (Ausweitung der NATO, Aufhetzung der Nachbarstaaten, Stationierung von US-Truppen an der russischen Grenze, Bruch des Vertrages ĂŒber die Begrenzung der Raketenabwehrsysteme) wundert es mich nicht, wenn Russland Abwehrmaßnahmen trifft.

Wie aggressiv und unverhohlen die USA Europa ihren Willen aufzwingen will, zeigt das Auftreten des Botschafters in Berlin gegen die zweite Gasleitung aus Russland; und dies mit Erfolg, wie das Einlenken Deutschlands zeigt, LNG-FlĂŒssiggas aus den U
SA abzukaufen, das mit Fracking-Methoden umweltschĂ€dlich erzeugt wird. Das wird fĂŒr den Steuerzahler und Verbraucher wieder teuer werden!

Schon seit Jahrhunderten betreiben die US-Politiker Machtpolitik durch Kriege, um ihre wirtschaftlichen Vorteile durchzusetzen. Wer nicht spurt, der wird mit Sanktionen und Kriegen ĂŒberzogen. Von wegen Weltpolizist; Weltgangster ist eher zutreffend.

Tomi Ungerer zeigt dies auf:

Europa muss sich den amerikanischen Erpressungen durch Wirtschaftssanktionen und Kriegsspiele erwehren, auch wenn die USA dann ihren Markt mit Einfuhrzöllen und Handelshindernisse sperrt und wir weniger verdienen.

Immer noch besser als Krieg.

Manfred Kuras