Abwrackprämie vom 7.2.09

Leserbrief betr. die Autoabwrackprämie

 Sehr geehrte Damen und Herren,

¬†Die von der Bundesregierung hektisch verabschiedete Autoabwrackpr√§mie in Milliardenh√∂he zur St√ľtzung der deutschen Auto- und Zuliefererindustrie ist m.E ein Schu√ü in den Ofen und f√ľhrt nur zur weiteren Verschuldung.

Wer einen 9 Jahre alten Wagen f√§hrt, der keine 2.500 ‚ā¨ mehr wert ist, wird sich aller Wahrscheinlichkeit nur einen kleinen und hierbei meist ausl√§ndischen Neuwagen kaufen, weil der in der Regel billiger als deutsche Produkt ist. Es ist davon auszugehen, da√ü hier vornehmlich ausl√§ndische Automarken mit Schulden der BRD subventioniert werden. Einzig die Autoh√§ndler werden einen kurzfristigen Schub sp√ľren. Nach Auslaufen der F√∂rderung wird eine umso gr√∂√üere Leere in den Verkaufsr√§umen sein, weil der Autokauf nur vorgezogen wurde.

Ob die alten, aber vielleicht noch fahrbereiten Autos wirklich auf dem Schrott landen, ist reine Gl√ľcksache, wie entsprechende Sendungen im Fernsehen bewiesen haben.

Die gr√∂√üte Unwahrheit steckt jedoch in der Behauptung, da√ü der vorzeitige Kauf eines neuen Autos dem Umweltschutz dient. Wie die 3sat-Sendung ‚ÄěNano‚Äú beweist, wird bei der Produktion eines Kleinwagens 18 Tonnen CO¬≤ und bei einem Mittelklasseauto 22 Tonnen CO¬≤ ben√∂tigt. Das bedeutet, da√ü bei einem neuen Benzinauto, das 2 Liter auf 100 km weniger verbraucht, dieses 400.000 km fahren m√ľ√üte, wenn es die Produktionsemission an CO¬≤ kompensieren will. Beim Diesel ist es noch mehr. F√ľr die Umwelt ist es daher in jedem Fall besser, wenn mit dem √§lteren Fahrzeug noch so lange als m√∂glich gefahren wird.