Putins Waffendepot = Zwei Pistolen ! v.1.9.2026

 Der Bericht vom 22. August 2026 âEin Waffendepot fĂŒr Putins Agenten?â lĂ€sst mich an der UrteilfĂ€higkeit der Politiker zweifeln. Da werden in einem Versteck bei Berlin im Oktober 2025 zwei Pistolen und Munition gefunden â und daraus wird der Verdacht auf mögliche AnschlagsplĂ€ne und eine hohe GefĂ€hrdungslage fĂŒr Deutschland abgeleitet. Die Top-Schlagzeile ist geradezu an  LĂ€cherlichkeit und an Ăbertreibung kaum zu ĂŒberbieten.  NatĂŒrlich muss jeder Verdacht auf geplante AnschlĂ€ge von unseren Sicherheitsbehörden ernst genommen und aufgeklĂ€rt werden. Aber zwischen einer ernsthaften GefĂ€hrdung und der öffentlichen Inszenierung eines âWaffendepots fĂŒr Putins Agentenâ besteht ein erheblicher Unterschied. Hier entsteht vielmehr der Eindruck, dass die ohnehin angespannte Stimmung gegenĂŒber Russland weiter angeheizt werden soll. Die Medien machen hier eifrig und dienstbeflissen mit und lassen die Kriegshetzer wie Strack-Zimmermann und Kiesewetter geflissentlich ihre Tiraden verbreiten.
Der von den USA und der NATO provozierte Ukraine-Krieg sollte in unserem eigenen Interesse schnellstens beendet werden! Was hat Deutschland eigentlich von einer möglichst langen Fortsetzung dieses Krieges? Deutschland trĂ€gt enorme finanzielle Lasten, liefert Waffen und muss gleichzeitig feststellen, dass die eigene Bundeswehr ĂŒber Jahre hinweg in einem Zustand versetzt wurde, der den Begriff âwehrfĂ€higâ nur noch eingeschrĂ€nkt rechtfertigt. Gleichzeitig fehlt es in Deutschland an ausreichenden Schutzmöglichkeiten fĂŒr die Bevölkerung. Bunker und andere SchutzrĂ€ume sind kaum vorhanden. Ist es wirklich vernĂŒnftig, immer mehr Geld und Waffen in einen fremden Krieg zu investieren, wĂ€hrend die eigene VerteidigungsfĂ€higkeit so groĂe LĂŒcken aufweist?
Hinzu kommen die wirtschaftlichen Folgen: Die jahrzehntelang gewachsenen Beziehungen zu Russland sind weitgehend zerstört. Besonders im Energiesektor bezahlt Deutschland einen hohen Preis. Das gĂŒnstige russische Erdgas und Ăl steht nicht mehr zur VerfĂŒgung, und auch andere wirtschaftliche Verbindungen sind abgebrochen oder stark eingeschrĂ€nkt worden. Stattdessen kaufen wir Energie und Waffen zu erheblichen Kosten auf anderen MĂ€rkten ein. Und die Waffen liefern wir anschlieĂend an die Ukraine. Alles auf Pump.
Auch die mögliche Aufnahme der Ukraine in die EuropĂ€ische Union sollte nicht nur unter politischen Gesichtspunkten betrachtet werden. Ein wirtschaftlich schwer geschĂ€digtes und vom Krieg geprĂ€gtes Land wĂŒrde erhebliche finanzielle UnterstĂŒtzung benötigen. Sie wird dann Nettonehmer von erheblichen Agrarsubventionen sein. Die Rechnung dafĂŒr wird letztlich auch beim deutschen Steuerzahler landen.
Es ist deshalb höchste Zeit, die stĂ€ndig weiter gegen Russland eskalierende Rhetorik zu unterlassen! Russland ist eine Atommacht und unser gröĂter europĂ€ischer Nachbar. Und er ist nicht unser Feind, der uns ĂŒberfallen will! Das hat auch Finnlands PrĂ€sident gesagt. Gerade deshalb sollte Deutschland ein Interesse daran haben, GesprĂ€chskanĂ€le offenzuhalten und bald wieder zu vernĂŒnftigen Beziehungen zu kommen.
Und noch eine Frage sei erlaubt: Ist Wladimir Putin tatsĂ€chlich an einer weiteren Eskalation interessiert? Nein! Vielmehr ist er derjenige, der die KrĂ€fte s innerhalb der russischen FĂŒhrung ausbremst, die eine hĂ€rtere Gangart gegenĂŒber den Geld- und Waffenlieferanten an die Ukraine befĂŒrworten. Deutschland braucht keine Schlagzeilen, die aus zwei Pistolen ein âWaffendepot fĂŒr Putins Agentenâ machen. Deutschland braucht eine nĂŒchterne, selbstbewusste und vor allem friedensorientierte Politik. Denn am Ende stellt sich die entscheidende Frage: Was nĂŒtzt uns ein möglichst langer dauernder Krieg, wenn Deutschland dabei wirtschaftlich geschwĂ€cht wird, der nicht in unserem Interesse ist und dessen Ende niemand absehen kann? Wollen unsere Politiker, dass unser gutes und relativ ruhiges Leben zerstört wird? Das wĂ€ren nĂ€mlich die Folgen.
Das Grundgesetz verpflichtet Deutschland in seiner PrĂ€ambel, dem Frieden der Welt zu dienen. Artikel 24 spricht ausdrĂŒcklich von der Wahrung des Friedens und einer friedlichen und dauerhaften Ordnung zwischen den Völkern. Stattessen betreibt die Bundesregierung und andere Politiker eine immer weitere militĂ€rische UnterstĂŒtzung und Eskalation und wird ihren verfassungsrechtlichen Friedensauftrag nicht gerecht.
Manfred Kuras
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