Zuwanderung, Leserbrief vom 27.2.2002

Cuxhaven, 27. Februar 2002

An die Cuxhavener Nachrichten

Leserbrief zum heutigen Artikel von Biallas

Wenn Herr Biallas Recht hat, sollen seitens der Regierungskoalition neue M√∂glichkeiten durch sog. H√§rteregelungen geschaffen werden, damit weitere Personenkreise aus dem Ausland die Segnungen unseres Sozialstaates erhalten k√∂nnen. Es geht aber offenbar nur noch um einige Details und unter dem Druck bestimmter interessierter Kreise wird die CDU dann letztendlich einem Kompromiss zustimmen. Denn die CDU hatte 16 Jahre Zeit, ihrem verbal erkl√§rten Ziel von Herrn Kohl, den Ausl√§nderanteil abzubauen, durchzusetzen. Stattdessen hat sie zugelassen, dass dieser sich w√§hrend ihrer Regierungszeit fast verdoppelte. Gedr√§ngt wird sie von der Wirtschaft, auf deren Spenden die Christlichen und die FDP ja angewiesen sind und denen ein √úberangebot von Arbeitskr√§ften durchaus gelegen kommt. Man braucht ja nicht f√ľr sie zu sorgen, wenn man sie nicht mehr braucht, sondern √ľberl√§sst das der Allgemeinheit. Das deutsche Volk hat durch eine verfehlte Familienpolitik eine geringe Geburtenrate und schafft sich selbst ab, sodass in der Tat eine Zuwanderung von Ausl√§nder, die wir brauchen, n√∂tig ist, wenn wir weiterhin ein Wohlstandsland bleiben wollen. Noch sind wir ein reiches Land, obwohl die √∂ffentlichen Haushalte sich immer mehr verschulden. Wir brauchen aber f√ľr die in den n√§chsten Jahrzehnten auf uns zukommenden Schwierigkeiten aufgrund der Alterspyramide riesige Kapitalmengen, um die dann auf uns hereinbrechenden Probleme einigerma√üen abfedern zu k√∂nnen. Aber anstatt in der jetzt noch guten Zeit Kapital anzusammeln, pumpt man sich immer mehr Geld. Keiner macht sich Gedanken dar√ľber, wie man es denn zur√ľckzuzahlen gedenkt. K√∂nnen wir es uns wirklich noch leisten, z.B.

  • an Ausl√§nder Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe zu zahlen?
  • die Asylantengesetzgebung aufrechtzuerhalten, obwohl jedem klar sein m√ľsste, dass diese Menschen fast ausschlie√ülich wegen der besseren Lebensbedingungen hier sind?
  • j√§hrlich 20.000 Russen j√ľdischen Glaubens hereinlassen, die den Aussiedlern gleichgestellt werden?
  • offene Grenzen zu haben, sodass viele schwere Verbrechen in unserem Land geschehen k√∂nnen, die sonst nicht geschehen w√ľrden?

Den Menschen kann man es nicht ver√ľbeln, dass sie hier sind ‚Äďich w√ľrde auch versuchen, nach Deutschland zu kommen, wenn ich z.B. in Rum√§nien wohnen w√ľrde und es mir dort schlecht geht. Die hier bereits lebenden Ausl√§nder, die uns nicht zur Last fallen sollen auch weiter hier bleiben d√ľrfen. Ausl√§nder, die wir ben√∂tigen, sollen auch die Greencard erhalten – aber wir sind doch nicht das Sozialamt der Welt! Die Sch√§tzungen der Folgen dieser verfehlten Ausl√§nder- und Asylpolitik werden – inklusive der Folgelasten ‚Äď zwischen 100 und 150 Mrd. DM j√§hrlich gesch√§tzt. Um ausgeglichene Haushalte zu haben, br√§uchten unsere Politiker nur vern√ľnftige Gesetze zu schaffen bzw. einige abzuschaffen. Ich habe leider die Bef√ľrchtung, dass einige geringf√ľgige √Ąnderungen des Entwurfs des Zuwanderungsgesetzes erfolgen werden und dann dieses brisante und f√ľr das deutsche Volk schicksalhafte Thema wieder mal aus dem Wahlkampf herausgehalten wird. Mit freundlichen Gr√ľ√üen ¬† Manfred Kuras