Schlechter Verlierer Ferlemann v. 2.11.21

In der Zeitung (CN) vom 29. Oktober 2021 ist ein sehr gutes Interview von Inga Hansen mit dem Parlamentarische Staatssekretär in Verkehrsministerium Enak Ferlemann wiedergegeben.

Fazit: Er ist ein sehr schlechter Verlierer und gibt anderen die Schuld an dem schlechten Ergebnis der Union und an seinem persönlichen Debakel.

Vor allem wird der Spitzenkandidat Laschet als Hauptschuldiger ausgeguckt. Er war der Lieblingskandidat von Merkel und wurde gewählt. Während des Wahlkampfes habe ich keine entsprechenden Ă„uĂźerungen ĂĽber diese Fehlbesetzung von Ferlemann gelesen. Klar, dass er vor dem Wahlergebnis nichts verlauten lies – es hätte ja auch anders kommen können und dann wäre sein Amt eventuell in Gefahr gewesen.

Er sagt, „Die Leute wollten den Wechsel.“ Den personellen oder den politischen? Sie haben nur den personellen bekommen, denn die merkelsche Politik wird weitergeführt.

Die Union hat ihr konservatives Profil während der Ära Merkel total verloren und pö a pö den links-grünen Forderungskatalog nicht nur übernommen sondern sogar erfüllt. Wozu dann noch eine CDU/CSU? Sie ist überflüssig geworden! Nun kommt das Original zum Zuge und die bisherige Politik wird an Tempo zulegen. Ob die Leute das gewollt haben? Mein Eindruck ist, dass aufgrund des relativen Wohlstandes über die langfristigen Folgen dieser Politik nicht nachgedacht wird. Die Medien tun das ihrige bei.

Zur Erinnerung nochmals die Ergebnisse der letzten 16 Jahre Kanzlerschaft Merkel:

  • Ausstieg aus der klimaneutralen Atomkraft mit Abbruch der ungefährlichen Meiler (je 1 Mrd €)

  • Förderung der Einwanderung von ArmutsflĂĽchtenden

  • Abschaffung der Wehrpflicht (Rest eine de facto Söldnerarmee)

  • Unzureichende Energiewende – teuer fĂĽr die Haushalte, aber ohne Auswirkung auf das Weltklima

  • Lesben- und Schwulenförderung durch Ehen fĂĽr alle (Stichwort Witwenrente)

  • Vorschnelle EinbĂĽrgerung statt eingehender PrĂĽfung

  • Beitritt zum UNO-Migrationspakt, der „Migration fĂĽr die Menschen sicherer machen soll“ (Folgen sind bekannt)

  • Einstieg in die EU-Schuldenunion mit 750 Mrd. €, fĂĽr die Deutschland gesamtschuldnerisch haftet

Diese Aufzählung erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.

Dies alles ist mit der Union und somit auch von Ferlemann zu vertreten, einem m.E. willigen Parteisoldaten.

Auch in Sachen Elbvertiefung hat er sich vornehm zurückgehalten und nur auf das Leipziger Gerichtsurteil verwiesen; ähnlich wie die Grünen in Hamburg, die auch für die Vertiefung sind.

Das sind m.E. die GrĂĽnde fĂĽr das Wahlergebnis. Und ich sehe durch die Ă„uĂźerungen in der Union nicht, dass sie in sich gehen und einen wirklichen Politikwechsel fĂĽr das Wohl des Deutschen Volkes anstreben.

Manfred Kuras