Klimawandel-was tun? vom 2.6.2023

Der Bundeswirtschaftsminister glaubt, dem Klimawandel mit drastischen Maßnahmen in Deutschland begegnen zu können. Das in Arbeit befindliche Heizungsgesetz soll ab 1. Januar nächsten Jahres dafür sorgen, dass mindestens 65% an erneuerbarer Energie am Betrieb von Heizungen beteiligt ist. Dieses ehrgeizige Ziel entspringt wohl mehr der grünen Ideologie als den Möglichkeiten. Außerdem findet dieser Feldversuch ausschließlich in Deutschland statt, während andere Staaten sich nicht daran beteiligen.

Von Anfang an gedacht, stellt sich bei mir die Frage, ob der Klimawandel tatsächlich mit der Reduzierung von Kohlendioxyd ( CO²) aufzuhalten ist. Nach übereinstimmender Erkenntnis der Wissenschaft besteht die Luft aus 78% Stickstoff, 21% Sauerstoff und 1 Prozent Edelgase. Davon ist lediglich einen Anteil von 0,038% CO². Hiervon produziert die Natur selbst 96% und der Mensch lediglich 4%. Das heißt, dass der von Menschen gemachte CO²-Anteil an der Luft nur 0,0016 % ausmacht. Davon entfällt auf Deutschland selbst nur 1,76% CO², also 0,00028 % am gesamten CO²-Gehalt der Luft.  Und dieser Wert sinkt seit Jahrzehnten. Daraus ist ersichtlich, dass die exorbitanten Bemühungen der Bundesregierung  dem Klima so gut wie nichts nützen. Unser Wohlstand hingegen wäre langfristig verschwunden. 

Überhaupt gibt es jetzt wissenschaftliche Stimmen, die sagen, dass der Klimawandel nicht auf menschliches Tun zurückzuführen ist. Wenn man die obige Berechnung, die wissenschaftlich allgemein anerkannt ist, betrachtet, sind Zweifel an der bisherigen Auffassung über die menschliche Einwirkung auf den Klimawandel angebracht. Wir müssen einfach konstatieren, dass der Klimawandel kommt und wir (Deutschland) daran nichts ändern können. Wir sollten versuchen, damit zu leben.

Das bedeutet nicht, dass wir uns nicht alle bemühen müssen, die Ressourcen der Erde möglichst zu schonen und weiter forschen sollten, damit ein Leben auf der Erde möglich bleibt. Wir sollten uns aber hingegen intensiver darauf konzentrieren, welche Unterlassungen und welches Tun machbar ist, um dies zu einem Erfolg zu verhelfen. Z.B. sind dies der Kampf gegen die Überfischung, die Verschmutzung der Meere und Flüsse, die ruinöse Ausbeutung der Bodenschätze und die Abholzung und Brandrodung der Wälder. Auch die Eindämmung des ungebremsten Bevölkerungswachstums als eine Hauptursache von Hunger und Elend in der Welt, muss ein Anliegen sein.

In  der Welt und auch bei uns sollte vor allem die Landwirtschaft auf ihre Begiftung der Äcker und die Überdüngung weitestgehend verzichten, um die Trinkwasserversorgung und die Tierwelt nicht noch weiter zu ruinieren. Die Insektenwelt, die Vogelwelt und auch sonstige Tiere haben in den letzten Jahrzehnten enorm abgenommen. Dies ist anerkanntermaßen hauptsächlich auf die Art und Weise zurückzuführen, wie Landwirtschaft heute betrieben wird. 

Die Klimaschützer und -kleber sollten sich lieber auf das Machbare konzentrieren und nicht das Unmögliche, vor allem ausschließlich in Deutschland verlangen.

Dass die Regierung es meines Erachtens nicht ehrlich mit der Verminderung des CO² meint, sieht man daran, dass sie die drei restlichen und CO²-freien Atomkraftwerke aus ideologischen Gründen abgeschaltet hat, obwohl keinerlei vernünftiger grüner Ersatz für den Ausfall der Stromerzeugung vorhanden ist. Wir werden wahrscheinlich im Winter Atomstrom aus den Nachbarländern teuer einführen müssen. Auch die Hoffnung auf die benötigten Mengen an Wasserstoff ist illusorisch. Woher soll er kommen? Zur Zeit werden von den Pilotprojekten auf diesem Gebiet vor allem die reichlichen Fördermittel abgegriffen ohne dass signifikante Fortschritte in der Forschung erkennbar sind.

Es ist an der Zeit, dass die Deutschen sich wieder für die Politik interessieren, damit endlich umgesteuert wird. Wobei es bei der CDU nicht viel anders aussehen dürfte, denn Frau Merkel hat in ihrer Regierungszeit den Grundstock zu dieser Politik gelegt, die in Deutschland katastrophale Auswirkungen haben wird .

 

Manfred Kuras