EU will Steuertricks bekämpfen vom 8.10.2015

 EU gegen Steuertricks

Wie die Meldung vom 7.10 verhei√üt, will die EU gegen Steuertricks zwecks¬† Steuerbetrug (-vermeidung) vorgehen. Ein l√∂bliches Vorhaben, seit Jahrzehnten auf der Agenda, bislang jedoch ohne Erfolg, weil der wirkliche politische Wille dazu fehlt. Man schont die Reichen. Zudem wird Herr Juncker als Kommissionspr√§sident sicherlich seine sch√ľtzende Hand √ľber die Klientel des Steuerparadieses Luxemburg halten.

Da werden mal alle Jahre wieder entsprechende Meldungen zwecks Beruhigung des Kleinen Mannes gestreut, nach dem Motto: Wir sind da dran! Aber dann scheitert es leider an der Einigkeit der 27 EU-L√§nder oder man sagt, da m√ľssen auch die Steuerparadiese geschlossen werden und was der Ausfl√ľchte mehr sind. England und die USA halten selbst solche Fluchtpl√§tze und Frankreich tut auch nichts gegen die monegassischen Steuerhehler. Warten wir auf das Ergebnis, denn nur an den Fr√ľchten sollt ihr sie erkennen. Leider werde ich wohl mit meiner pessimistischen Vorhersage recht behalten.

Wie man verf√§hrt, wenn man die Gewinne eines Super-Luxusklasse-Schiffes steuerlich m√∂glichst frei h√§lt, zeigt der Bericht vom 5.10. √ľber den Bau eines sch√∂nen Segelschiffes, auf dem sich eine Reise nur Million√§re werden leisten k√∂nnen. Dort hei√üt es w√∂rtlich ‚Äě Das Schiff der Superlative soll in der ersten H√§lfte 2017 an die monegassische Reederei Star Clippers des schwedischen Eigners Mikael Krafft abgeliefert werden. Er hatte den Baukontrakt f√ľr das zu erstellende und unter Malta-Flagge in Fahrt kommende Schiff √ľber eine auf den Bahamas registrierte Gesellschaft unterzeichnet.‚Äú Es wird in Kroatien gebaut. Der schwedische Unternehmer hat also in vier verschiedene L√§nder seine Niederlassungen oder Briefkastenfirmen, damit er kaum oder keine Steuern zu bezahlen hat.

So macht man das und die Politik schaut zu.

Manfred Kuras