Erneuerung der Altenw. Chaussee vom 19.7.2012

Leserbrief zu den Berichten vom 11. und 19. Juli.2012

       

Die informativen Berichte √ľber die beabsichtigte Erneuerung der Altenwalder Chaussee zwischen Westerreihe und Abschnede und vor allem die engagierten Kommentare von Maren Reese-Winne und Kai Koppe gegen diese unn√∂tige Geldausgabe zum jetzigen Zeitpunkt veranlassen mich hierzu grunds√§tzlich Stellung zu nehmen:

Im vorliegenden Fall ist die Erneuerung der Fahrbahn der Altenwalder Chaussee vielleicht in 10 Jahren n√∂tig, aber nicht jetzt. Eine Beteiligung der Stadt von ca. 800.000 ‚ā¨ ist eine Menge, zudem wir uns das Geld auch noch pumpen m√ľ√üten. Eine teilweise Erstattung der Kosten durch Anliegerbreitr√§ge scheint m.E. aussichtslos, weil diese nur dann erhoben werden k√∂nnen, wenn die Anlieger Vorteile durch die Bauma√ünahmen haben.

Die Stra√üenbauverwaltung Stade ist mir sowieso schon durch einige Schildb√ľrgerstreiche aufgefallen. Als da sind z.B.

  • die vor ca. 10 Jahren durchgef√ľhrte Erneuerung der noch in gutem Zustand befindlichen Autobahndecke zwischen den Anschlussstellen Debstedt und Bremerhaven-S√ľd.

  • Dann die v√∂llig √ľberdimensionierten L√§rmschutzw√§nde im landwirtschaftlichen Bereich.

  • Auch die v√∂llig √ľberfl√ľssige und verkehrsbehindernde neue Fu√üg√§ngerampel auf der Ecke Adenauerallee/Abendrothstra√üe wurde gebaut.

Vielen Besch√§ftigten im √∂ffentlichen Dienst nehmen offenbar den Haushaltsgrundsatz (ein Gesetz), da√ü ‚ÄěAusgaben nur soweit und nicht eher geleistet werden d√ľrfen, als sie zur wirtschaftlichen und sparsamen Verwaltung erforderlich sind‚Äú nicht ganz ernst. Sonst w√ľrden viele F√§lle von Steuerverschwendung nicht m√∂glich sein. Nat√ľrlich kommen auch Fehler im √∂ffentlichen Bereich vor, die nicht sofort Sanktionen nach sich ziehen m√ľssen. Aber es gibt offensichtliche Verst√∂√üe, f√ľr die ich kein Verst√§ndnis aufzubringe.

Vielfach wird nach dem Grundsatz gehandelt: Es ist ja nicht mein Geld. Anscheinend wird das Ansehen und die Existenzberechtigung danach bemessen, möglichst viel an Haushaltsmitteln ausgegeben zu haben. Die Notwendigkeit einer Maßnahme spielt dann manchmal keine Rolle mehr; dazu noch der Druck, daß dann eventuell bereitgestellte Gelder verfallen könnten.

Beamte haben nach dem Gesetz das Wohl der Allgemeinheit und die Rechtm√§√üigkeit ihres Handelns zu beachten; hierf√ľr tragen sie die volle pers√∂nliche Verantwortung. Sie haben ihr Amt uneigenn√ľtzig auszuf√ľhren. Dies gilt analog auch f√ľr andere √∂ffentlich Bedienstete. Vielleicht mu√ü man die Verantwortlichen ab und zu daran erinnern.