NATO spielt mit dem Feuer v. 9.7.2016

NATO Säbelrasseln

Die NATO ist in den 50er Jahren zum Zweck der Abwehr einer aggressiven Sowjetunion gegr√ľndet worden und das war auch berechtigt und hat auch gewirkt. Das es nicht zu einer Auseinandersetzung der beiden Gro√üm√§chte gekommen ist, sondern lediglich zu konventionellen Auseinandersetzungen und Stellvertreterkriegen, hat im wesentlichen mit der Atombombe zu tun.

Es g√§rt in der Welt aber an vielen Ecken und trotzdem meint man seitens der NATO weitere F√§sser aufmachen zu m√ľssen anstatt sich mit dem nat√ľrlichen Verb√ľndeten gleicher Kultur zur Abwehr der offensichtlichen Feinde zu einigen.

Im Schlepptau der USA ziehen die NATO-Länder ohne Not gegen Russland zu Felde, erweitern entgegen den damals gegebenen Absprachen die NATO, zetteln Repressalien gegen die russischen Bewohner der Nachbarstaaten an und wundern sich, wenn diese sich das auf die Dauer nicht gefallen lassen. Russland lässt seine Landsleute seit Putin jedoch nicht in Stich und verteidigt seine vitalen Interessen.

Er hat √ľberhaupt nicht die Absicht, die seit dem Verfall der Sowjetunion selbst√§ndig gewordenen Staaten wieder Russland einzuverleiben. Die Krim war ein Sonderfall, hervorgerufen durch die Putschregierung der Ukraine, die den St√ľtzpunktvertrag der Schwarzmeerflotte infrage stellte und die russische Bev√∂lkerung drangsalierte. Die freie Abstimmung auf der Krim, die eine breite Zustimmung zur Zugeh√∂rigkeit zu Russland erbrachte, war ein Akt der Demokratie, die bekanntlich auf der Volksherrschaft beruht.

Die Unruhen im Donbass sind durch die Drangsalierung der Kiew-Regierung entstanden und nicht durch eine Aggression Russlands. Wenn Russland die Absicht h√§tte, sich dieses Gebiet einzuverleiben, h√§tte es das l√§ngst tun k√∂nnen und br√§uchte nicht eine teure Br√ľcke vom russischen Festland zur Krim bauen, sondern k√∂nnte dorthin √ľber das Festland kommen.

Putin hat ganz andere Sorgen, als eine Aggression gegen die Balkanstaaten oder Polen zu starten, denn auch im russischen Staatsgebiet leben viele Millionen Menschen muslimischen Glaubens. (Das letzte Attentat in Istanbul soll bekanntlich von Muslimen aus Russland begangen worden sein.)

Das Leid der Bev√∂lkerung im Nahen Osten und das W√ľten des Islamischen Staates ( IS ) ist doch letztlich auf den v√∂llig unberechtigten Krieg gegen den Irak zur√ľckzuf√ľhren, deren Folgen die ganze Region und auch Europa auszubaden haben. Hier h√§tte die NATO eine gemeinsame Aufgabe mit Russland, die Gegend zu befrieden anstatt gegeneinander zu agieren.

Obwohl die Bundeskanzlerin die Richtlinien der Politik bestimmt, hat Au√üenminister Steinmeier mal seine Meinung gesagt und das ‚ÄěS√§belrasseln‚Äú der NATO und damit seine eigene Regierung kritisiert. Recht hat er!

Manfred Kuras