Kampf gegen den Islamischen Staat (IS)

Bundeswehr gegen ISIS

Nun soll es also losgehen Deutschland gegen den Islamischen Staat (IS). Die Bundeswehr mit 1200 Soldatinnen und Soldaten sollen die anderen dabei unterst├╝tzen, zu k├Ąmpfen. Bis auf die Aufkl├Ąrungsfl├╝gen, die dann die anderen zu gezielten Bombenabw├╝rfen f├╝hren sollen, wird aber keine Gewalt seitens der BW angewendet. So wie damals, als uns Oskar Fischer in den Serbienkrieg gelogen hat. Das Ergebnis ist vernichtend: Kein Frieden und nur die teure Anwesenheit fremder- auch deutscher Soldaten- verhindert das Wiederaufflackern der Kampfhandlungen.

Das was die Deutschen jetzt tun, kann man lediglich als eine Geste der Solidarit├Ąt gegen├╝ber unserem Nachbarn Frankreich betrachten und mehr nicht. Soweit, so politisch notwendig.

Dass es ├╝berhaupt zu einer einigerma├čen konzertierten Aktion gekommen ist, verdanken wir Putin, der das planlose Bombardement der Amerikaner auf den IS und die regul├Ąren syrischen Truppen zu beenden sucht. Gut so, denn die USA wollten unbedingt Assad st├╝rzen, ohne allerdings zu wissen, wer Nachfolger werden soll. Dabei hat dieser noch eine funktionierende Armee in beachtlicher Gr├Â├če, die die Sicherheit und Ordnung in dem Land und die Vertreibung des IS mit Unterst├╝tzung aus der Luft wiederherstellen k├Ânnten.

┬áDie T├╝rken sind hier ein gro├čer Unsicherheitsfaktor, wie sich im Verlaufe der Kampfhandlungen gezeigt hat. Sie haben bisher nichts gegen den IS unternommen, im Gegenteil: ├╝ber die T├╝rkei liefen das ganze Kriegs-material und die K├Ąmpfer des IS aus dem Ausland. Die T├╝rkei verfolgt ausschlie├člich und schon immer eigene nationale Interessen und profitieren von dem Konflikt in vielerlei Hinsicht: Schw├Ąchung der Kurden, Belieferung mit billigem ├ľl und Schleppergelder. Der v├Âllig unn├Âtige Abschuss des russischen Bombers zeigt, dass sie hier auch r├╝cksichtslos im Schatten des NATO-Schildes agieren. Stattdessen sollte die T├╝rkei Russland ├ťberflugrechte im Kampf gegen den IS einr├Ąumen.

Endlich ist auch ein weiteres Unterst├╝tzungsland in Visier geraten , n├Ąmlich Saudi Arabien und Herr Gabriel hat es gemerkt. Aber dort haben die USA ihre Interessen und Tausende von Soldaten zum Schutz des dortigen Wahabiten-Regimes -eine ganz radikal-moslemische Ausrichtung dieses Glaubens- stationiert.

Anstatt jedoch Russland zu unterst├╝tzen, werden die Sanktionen der EU gegen Russland fortgesetzt und man l├Ądt weitere fr├╝here Oststaaten zur Mitgliedschaft in die NATO ein. Die W├╝hlarbeit der USA geht in der Ukraine weiter und die Sprengung des Stromkabels f├╝r die Krim wird lt. der hiesigen Presse als Tat von ÔÇ×AktivistenÔÇť anstatt von Terroristen bezeichnet.

Frau Merkel kommt dann noch als Bittstellerin nach Ankara mit einem Haufen Geld, damit Erdogan das Selbstverst├Ąndlichste von der Welt tun soll. Da muss ihm ja der Kamm schwellen. Das Schlimmste w├Ąre allerdings, die ab Oktober 2016 angepeilte Visafreiheit f├╝r t├╝rkische Staatb├╝rger einzur├Ąumen. Dann werden wir erst einen neuen Ansturm erleben, vor allem von Kurden und Jeziden. Die wollen die T├╝rken los werden und die brauchen sich dann nur noch ins Flugzeug zu setzen.

Hoffentlich zieht da nicht einer noch die Notbremse.

Bundespr├Ąsident Gauck hat bei seinem Besuch Israel angesichts von Terror und Gewalt unverbr├╝chliche Freundschaft versprochen. Ob er dies wohl im Namen der Mehrheit des deutschen Volkes getan hat? Und welchen Terror und welche Gewalt und von wem meint er wohl? Sicherlich nicht der, der von Israel an den Pal├Ąstinensers tagt├Ąglich ver├╝bt wird. Die Heuchelei macht auch vor Pastoren nicht Halt. Er m├╝sste schlie├člich wissen, dass auch Israel, das keine Fl├╝chtlingen aufnimmt, nicht an einer stabilen Lage im Nahen Osten interessiert ist, denn so hat es seine Nachbarn besser im Griff.

Erfolg gegen den m├Ârderischen IS wird es nur geben, wenn alle Gegner an einem Strang ziehen uns sich nicht gegenseitig behindern.

Syrien unter dem vielgeschm├Ąhten Assad war immerhin ein relativ freies Land mit Religionsfreiheit und einer funktionierenden Wirtschaft. Genau wie das Saddam-Regime im Irak und das in Libyen haben die USA mit den Willigen zerst├Ârt, die Machthaber umgebracht und die L├Ąnder in Chaos, Armut und Krieg gest├╝rzt. Der IS konnte nur durch die Schuld der USA entstehen. Wir m├╝ssen jetzt die Folgen tragen.(siehe auch Satiresendung „Die Anstalt“ vom 23.9.2015)

Hoffentlich lernt die USA aus ihren Fehlern und macht jetzt das Richtige.

Manfred Kuras