Honorar f√ľr Lierhaus vom 22.2.2013

Nach der Meldung in der Ausgabe vom 14.2. soll Monica Lierhaus als sog. ‚ÄěBotschafterin der ARD-Fernsehlotterie Ein Platz an der Sonne‚Äú j√§hrlich 450.000 Euro¬† – 37.500 ‚ā¨ monatlich – als Honorar erhalten. Das sind √ľber 50 % mehr als die Bundeskanzlerin bekommt.

Die Damen und Herren vom √∂ffentlich rechtlichen Fernsehen haben schon seit langem die Bodenhaftung verloren. Sie selber erhalten ca. 300.000 ‚ā¨ j√§hrlich und sind damit eindeutig √ľberbezahlt. Vielleicht haben die Herrschaften sich aber an den Geh√§ltern und Boni der Banker leiten lassen, die trotz ihrer dubiosen und verlustreichen Gesch√§ftspraktiken weiter machen d√ľrfen wie bisher.

Schon Ende 2008 sollte die Sportmoderatorin ‚Äď vor Ihrer Krankheit ‚Äď j√§hrlich 875.000 ‚ā¨ – monatlich √ľber 70.000 ‚ā¨ – f√ľr die Sportansagen erhalten, ein irrsinniger Betrag, was aber wegen ihrer Krankheit nicht zustande kam.

Wir alle haben den Auftritt von Frau Lierhaus bei der Verleihung der Goldenen Kamera erlebt und haben gesehen, wie schwer es ihr fiel, den Text mit veränderter Stimme abzulesen und sich allein fortzubewegen. Das waren bewegende Momente.

Da√ü man ihr in irgendeiner Weise wieder einen Posten verschaffen will, kann ich ja verstehen. Auch da√ü man ihr daf√ľr einen Job anbietet, bei dem man keine gro√üe Leistung zeigen und wenig Zeit aufwenden mu√ü, ist bei ihren Handikaps klar. Aber da reicht doch 30.000 ‚ā¨ j√§hrlich allemal und nicht das 15fache. Das Gejammer der Fernseh- und Rundfunkleute, da√ü sie mit den Milliarden nicht reichen, kommt bei der n√§chsten Geb√ľhrenerh√∂hung wie das Amen in der Kirche.

Die zuständigen Politiker in Bund und Ländern sind aufgerufen, die Praktiken der öffentlich rechtlichen Medienanstalten unter die Lupe zu nehmen und dem Größenwahn Einhalt zu gebieten.

Ich erfahre gerade, da√ü Frau Lierhaus nicht aus den Geb√ľhren, sondern aus dem Werbetopf bezahlt werden soll. Dieser Topf kann ja wohl nicht als Beute der Intendanten und ihrer G√ľnstlinge beliebig verteilt werden, sondern dient doch wohl dazu, da√ü die Geb√ľhren nicht uferlos wachsen!