Monats-Archive: Februar 2022

Badelagune erwĂŒnscht vom 24.2.2022

 

Herr Böhmert wendet sich in seinem Leserbrief vom 22.2. vehement gegen PlĂ€ne, den Kugelbake-Bauhafen zu einer Badelagune umzugestalten. Er spricht von einer zusĂ€tzlichen kĂŒnstlichen Verschandelung und befĂŒrchtet eine Klamaukmeile, die an den Grundfesten unserer IdentitĂ€t rĂŒttelt. Cuxhaven sei kein Touristenjahrmarkt. Wenn man baden wolle, dann hat man sich ĂŒber die Gezeiten und die Bademöglichkeiten vorher zu unterrichten.

Ich bin wirklich erschĂŒttert ĂŒber eine derartig negative EinschĂ€tzung einer Badelagune im Kugelbakehafen. Er wird auch wohl ziemlich alleine mit seine Meinung dastehen. Offensichtlich kennt er weder die Lagune in Burhave bei Wilhelmshaven noch die im BĂŒsum. Von Verschandelung kann da keine Rede sein – im Gegenteil, sie bieten einen wohlgefĂ€lligen Anblick und sind eine Attraktion. Kinderlachen und fröhliches Strandleben sind Herrn Böhmert offensichtlich ein Graus. Und die Kugelbake wird auch nicht beseitigt oder verbaut.

Was eine derartige positive Umgestaltung des seit langem praktisch unbenutzten Kugelbakehafens mit der IdentitĂ€t der Cuxhavener zu tun haben soll, erschließt sich mir auch nicht. Auch der Deichschutz ist nicht gefĂ€hrdet.

Cuxhaven lebt zum großen Teil vom Tourismus und es wĂ€re eine tolle und auch wirtschaftlich sinnvolle Maßnahme, wenn der Gast und auch der BĂŒrger Cuxhavens die Möglichkeit bekommen wĂŒrde, jederzeit in klarem Seewasser baden und schwimmen zu können, anstatt in dem sedimenthaltigem flachen Wasser am Ufer. Das wĂŒrde auch viele GĂ€ste animieren, die deswegen sonst an die Ostsee fahren, in Cuxhaven Urlaub zu machen. Darum bemĂŒht sich doch die Stadt und investiert entsprechend.

Der Kugelbakehafen mit seinen Steinbefestigungen hat außerdem den Vorteil, dass nach Sturmfluten kein neuer Sand aufgefahren werden muss wie bei den beiden anderen Lagunen und somit die Kosten ĂŒberschaubar bleiben.

Andere BĂŒrger und auch ich haben der Stadt in AbstĂ€nden seit ĂŒber 10 Jahren entsprechende VorschlĂ€ge gemacht, die nunmehr aus berufenem Munde vom neuen Kurdirektor erneut ins GesprĂ€ch gebracht wurden. Er weiß, wovon er spricht, und ich und wohl auch die Mehrheit der Cuxhavener BĂŒrger hoffen, dass diese Planungen bald umgesetzt werden.

Manfred Kuras

Kriegsangst vom 19.2.22

 

Anstatt froh zu sein, dass der Warschauer Pakt zerfiel und der Kalte Krieg 1989 beendet war, versucht die NATO seit 1990 unter FĂŒhrung der USA Russland militĂ€risch einzukreisen und wirtschaftlich zu schaden, um das Land zu dominieren. (Dazu habe ich mich schon ausfĂŒhrlich auf meiner Homepage ausgelassen.)

Nunmehr hat sogar der Spiegel in seiner Ausgabe vom 12.2.22 auf Seite 28 und 29 ziemlich objektiv beschrieben, wie Russland schon seit ĂŒber 30 Jahren vom Westen hintergangen wurde. (ansonsten gehört der Spiegel auch zu den Kritikern Russlands).Eine wichtige AufzĂ€hlung der Fakten, die offenbar bei den Teilnehmern der „Sicherheitskonferenz“ in MĂŒnchen unbekannt sind oder böswillig ignoriert werden. Nach Stoltenberg gehört nunmehr auch Baerbock zu den Scharfmachern. Man glaubt, dass man Russland mit weiteren Sanktionen drohen und mit nutzlosen GesprĂ€chen ohne den geringsten Fortschritt solange hinhalten kann, bis sich die militĂ€rische Lage durch AufrĂŒstung der Ukraine, Aufstellung weiterer Raketen und Truppenverlegungen an die Ostseite der NATO zuungunsten Russlands verschlechtert und Putin klein beigeben wird. Ich bin davon ĂŒberzeugt, dass das nicht passieren wird – und dafĂŒr habe ich VerstĂ€ndnis. WofĂŒr ich kein VerstĂ€ndnis habe und sich mein GefĂŒhl fĂŒr Gerechtigkeit und friedvolles Zusammenleben der Völker strĂ€ubt, ist die Arroganz und die RĂŒcksichtslosigkeit der NATO-Mitglieder, die sich weigern, berechtigte Interessen und Forderungen Russlands ĂŒberhaupt erörtern zu wollen.

Kann man denn nicht die BetrĂŒgereien und HinterhĂ€ltigkeiten des Westens beenden und den maßvollen WĂŒnschen Russlands entgegenkommen? Dann verliert man doch nicht sein Gesicht, sondern eröffnet eine neue vertrauensvolle Ära fĂŒr die Sicherheit Europas. Wenn man jedoch einen vom Westen angezettelten Krieg –und das wĂ€re er zweifellos – riskiert mit allen seinen Folgen, dann ist die bessere Option die VerstĂ€ndigung mit Russland fĂŒr Europa und die Welt.

Die Welt steht eventuell am Abgrund und ich frage mich, wo bleiben die Demonstrationen der Friedensbewegung? Hier wĂ€re wirklich eine große ĂŒberparteiliche Massenbewegung erforderlich, um die Hasardeure in den Regierungen zu zwingen, ihrer Verantwortung nachzukommen, nĂ€mlich fĂŒr ihr Volk dazusein. 

Manfred Kuras

Bedrohung der Menschheit vom 2.2.2022

Hoffentlich ĂŒbertreibe ich, aber da bin ich mit dem ehem. Generalinspekteur der Bundeswehr Kujat und mit Gregor Gysi einig, dass ein Krieg in Europa letztendlich die Gefahr trĂ€gt, in einen Atomkrieg zu enden, der die ganze Menschheit in Gefahr bringt. 

Trump hat anfangs seiner PrĂ€sidentschaft gesagt, dass die NATO obsolet, also ĂŒberholt ist und durch den Zerfall des Warschauer Paktes seine Aufgabe erfĂŒllt hat. Dies war richtig und alle beteiligten Völker haben das begrĂŒĂŸt. Aber GeschĂ€ftemacher in den USA und deren hörige Politiker dort, die durch horrende Spenden in ihre Positionen gekommen sind, haben hier eine Möglichkeit gesehen, Russland zu destabilisieren und an die russischen BodenschĂ€tze zu kommen. Das ist m.E. die Ursache des Konflikts.

Die Regierungen der USA und auch Englands haben schon im 19. Jahrhundert China in drei Opiumkriegen und Japan mit militĂ€rischen Mitteln ihren Willen aufgezwungen, um Profite zu machen, Latein- und SĂŒdamerika teilweise ĂŒberfallen oder mit ihren Food-Companies ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Wer sich wehrte, der wird mit Sanktionen belegt, um diese LĂ€nder in die Knie zu zwingen. So sind auch heute noch z.B. Kuba, Venezuela, Syrien, Iran und auch Russland davon betroffen. Die Wirtschaft dieser LĂ€nder und damit vor allem die Menschen leiden darunter, weil nicht nur der wichtige Handel mit den USA erlischt, sondern auch mit allen anderen LĂ€ndern, die mit den USA Handel treiben wollen. Diese werden gezwungen, sich den Sanktionen anzuschließen oder sie werden ebenfalls mit dem US-Bann belegt. Die USA und im Schlepptau auch einige NATO-Staaten haben sich mit bewusst falschen Anschuldigungen in den Vietnamkrieg, den ersten und zweiten Irak-Krieg, den Krieg gegen Serbien und auch in den Libyen- und Syrienkrieg eingemischt bzw. ihn erst eröffnet. Die Folgen haben die Menschen vor Ort und auch wir auszubaden (FlĂŒchtlinge und Terror).

Bekanntlich hat sich die NATO entgegen den Zusagen immer mehr der russischen Grenze genĂ€hert Die USA haben Mittelstreckenraketen in RumĂ€nien und Polen stationiert, die angeblich gegen Raketenangriffe des Iran schĂŒtzen sollen. Sie haben in den baltischen Staaten Panzereinheiten stationiert und haben FlottenverbĂ€nde ins Schwarze Meer geschickt. In der Ukraine haben sie die Menschen dort mit Versprechungen auf bessere Zeiten (EU-Mitgliedschaft) aufgehetzt und einen Putsch angezettelt, und die demokratisch gewĂ€hlte Regierung vertrieben. Die neue Regierung hat den Mietvertrag fĂŒr den Hafen Sewastopol, der Heimathafen der Schwarzmeerflotte Russlands in Frage gestellt, was zur Annexion der Krim fĂŒhrte. Der große russische Bevölkerungsteil der Ukraine wurde von der nationalistischen Regierung diskriminiert, die Folge ist der Aufstand im Donbass. Wie im ORF zu vernehmen war, wird seitens der ukrainischen Regierung das Minsker Abkommen nicht umgesetzt. Man hat zudem ein Sprachengesetz gemacht, das die russische Sprache unterdrĂŒckt. Davon ist in den westlichen Medien auch nichts zu hören. Solches Fehlverhalten wird seitens der NATO ignoriert, man setzt ausschließlich auf Konfrontation gegen Russland, anstatt die Kiewer Regierung zu rĂŒgen. Man rĂŒstet die Ukrainer mit Waffen auf und schickt „Berater“, um sie zu schulen. Es fragt sich, wie lange Moskau sich das Treiben noch ansieht, ohne zu reagieren. Die Ukrainer sind liebenswĂŒrdige Menschen, wie ich es selbst in Ägypten erfahren durfte. Die wollen in Frieden leben wie auch wir. Aber die Konflikte entstehen durch die Politiker, die zusammen mit ihren Helfershelfern in den Medien die Bevölkerung aufhetzen mit Verschweigen, Halbwahrheiten und LĂŒgen. Ich frage mich, was haben wir als Deutsche mit den ukrainischen Problemen zu tun? MĂŒssen wir uns vor dem US-Karren spannen lassen, wo die doch schon genug Unheil auf der Welt angerichtet haben?! Wollen wir wieder in einen Krieg hineinschlittern, der diesmal fĂŒr die Menschheit und die Umwelt unabsehbare Folgen haben wird? Es geht doch letztlich nur um die berechtigte Forderung Russlands, dass nicht noch weitere Staaten in die NATO aufgenommen werden. Dem können wir doch zustimmen, denn wir haben die Russen schon genug betrogen!

Der erste GeneralsekretĂ€r der NATO sagte damals: „Die Aufgabe der NATO besteht darin, die Amerikaner drinnen, die Russen draußen halten- und die Deutschen am Boden.“ Dort befinden wir uns anscheinend immer noch, denn wir sind willfĂ€hrige ErfĂŒllungsgehilfen der USA-Administration. Das muss aufhören!

Ich möchte , dass die Welt nicht untergeht!

Manfred Kuras